SHANGHAI, 17. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Da in Pakistan nun die jährliche Monsunzeit beginnt, sind genaue Vorhersagen von entscheidender Bedeutung, um Leben und Lebensgrundlagen zu schützen. Das auf künstlicher Intelligenz basierende chinesische Wettervorhersagesystem MAZU unterstützt Pakistan dabei, Frühwarnzeichen zu erkennen und schneller Warnungen vor potenziellen extremen Wetterereignissen herauszugeben.
„Mithilfe dieser Plattform können wir genauere Vorhersagen zu Überschwemmungen, Dürren und anderen extremen Wetterereignissen treffen", sagte Furrukh Bashir, Leiter der Abteilung für Forschung und Entwicklung beim Pakistanischen Wetterdienst. „Wir freuen uns auf weitere Produkte dieser Art, von denen Menschen auf der ganzen Welt profitieren können."
Das System, das in mehreren Ländern zum Einsatz kommt, zeigt, wie KI zur Bewältigung globaler Herausforderungen beitragen kann. Mithilfe von Open-Source-Modellen, technologischer Zusammenarbeit und internationalen Initiativen setzt sich China dafür ein, den Zugang zu künstlicher Intelligenz zu erleichtern und sicherzustellen, dass ihre Vorteile weltweit mehr Menschen zugutekommen.
Bei der Eröffnungszeremonie der Weltkonferenz für künstliche Intelligenz 2026 und des hochrangigen Treffens zur globalen KI-Governance am Freitag in Shanghai forderte der chinesische Präsident Xi Jinping die Länder auf, einen menschenzentrierten Ansatz zu verfolgen und gemeinsam am Aufbau eines fairen und inklusiven globalen KI-Governance-Systems zu arbeiten.
„China hat sich als verantwortungsbewusste Großmacht stets dazu verpflichtet, internationale öffentliche Güter im Bereich der KI bereitzustellen", sagte Xi.
Durch Offenheit KI zu einer Chance für alle machen
Auf der Konferenz kündigte Xi eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung der weltweiten KI-Entwicklung an, darunter die Unterstützung von 30 Ländern bei der Nutzung des MAZU-Meteorologiesystems, die Bereitstellung von 5.000 KI-Fortbildungsplätzen für Entwicklungsländer in den nächsten fünf Jahren sowie die Einrichtung internationaler Kooperationszentren für KI-Anwendungen gemeinsam mit der ASEAN, der Liga der Arabischen Staaten, der Afrikanischen Union, der Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und den BRICS-Staaten.
China setzt zudem auf Open-Source-Entwicklung, um ein inklusiveres globales Wachstum im Bereich der KI zu fördern.
Chinesische Modelle wie DeepSeek und Alibabas Qwen haben aufgrund ihrer hohen Effizienz, Erschwinglichkeit und Offenheit weltweit Aufmerksamkeit erregt und ermöglichen es Entwicklern und Unternehmen, KI-Technologien zu geringeren Kosten einzusetzen. Offiziellen Angaben zufolge haben Chinas Open-Source-KI-Modelle kürzlich weltweit die Marke von 10 Milliarden kumulativen Downloads überschritten.
So ermöglicht beispielsweise in Afrika der Open-Source-Ansatz von DeepSeek Entwicklern, KI-Systeme kostenlos herunterzuladen und anzupassen, was dazu beiträgt, die lokalen digitalen Kompetenzen zu stärken und eigenständige Innovationen auf dem gesamten Kontinent zu fördern.
Durch diesen Ansatz konnten zudem die Kosten erheblich gesenkt werden. Mit Preisen von lediglich 0,27 US-Dollar pro Million Eingabetoken und 1,10 US-Dollar pro Million Ausgabetoken hat DeepSeek die Eintrittsbarrieren im Vergleich zu einigen gängigen westlichen KI-Modellen um mehr als 90 % gesenkt und ermöglicht so mehr afrikanischen Nutzern und Unternehmen die Teilnahme an der digitalen Transformation.
„China als Entwicklungsland hat Verständnis für die Bestrebungen vieler Länder des Globalen Südens nach wirtschaftlicher Entwicklung und technologischem Fortschritt", sagte Zhang Weiwei, stellvertretender Direktor des Instituts für Weltfriedens- und Sicherheitsstudien am Chinesischen Institut für Internationale Studien.
Zhang erklärte, dass Chinas Open-Source-KI-Modelle es Ländern ermöglichen, Anwendungen schneller und kostengünstiger zu entwickeln, wodurch mehr Entwicklungsländer vom technologischen Fortschritt profitieren können.
Förderung der weltweiten Zusammenarbeit zur Überwindung der KI-Kluft
Mit der rasanten Entwicklung der KI-Technologien vergrößert sich die globale KI-Kluft. Der „Digital Progress and Trends Report 2025" der Weltbank hob erhebliche Unterschiede zwischen Ländern mit hohem Einkommen und Ländern mit mittlerem bzw. niedrigem Einkommen hinsichtlich KI-Systemen und Rechenkapazitäten hervor. Gleichzeitig konzentrieren sich die weltweiten Ressourcen für Rechenzentren nach wie vor stark auf die Industrieländer, wobei auf Afrika weniger als 1 % der weltweiten Kapazität entfällt.
Um diese sich vergrößernden Lücken zu schließen, forderte Xi die Länder auf, den Entwicklungsländern dabei zu helfen, ihre KI-Fähigkeiten auszubauen, die digitale Kluft zu überbrücken und einen weltweit anerkannten Regulierungsrahmen zu schaffen, um sicherzustellen, dass neue Technologien der gesamten Menschheit zugutekommen.
China setzt sich seit langem für ein faires und inklusives globales System zur Regulierung der künstlichen Intelligenz ein. Im Jahr 2023 schlug sie die „Global AI Governance Initiative" vor, gefolgt vom „AI Capacity-Building Action Plan for Good and for All" im Jahr 2024 und der „AI+ International Cooperation Initiative" im Jahr 2025. Diese Bemühungen zielen darauf ab, eine verantwortungsvolle Entwicklung der KI zu fördern und dazu beizutragen, die digitale Kluft zu überbrücken.
China hat sich zudem für die Schaffung von Plattformen für die internationale Zusammenarbeit eingesetzt. Es hat das „Center for Global AI Innovative Governance" (CGAIG) sowie die „Group of Friends for International Cooperation on AI Capacity Building" ins Leben gerufen, um Länder zusammenzubringen und so den Dialog zu stärken, Wissen auszutauschen und den Kapazitätsaufbau zu fördern.
Die Unterzeichnung des Abkommens zur Gründung der „World Artificial Intelligence Cooperation Organization" am Donnerstag in Shanghai markierte einen weiteren Schritt zur Förderung der globalen KI-Zusammenarbeit und zur Förderung einer sicheren, gerechten und vorteilhaften Entwicklung der künstlichen Intelligenz.
Von Open-Source-Modellen und KI-Schulungsprogrammen bis hin zu Initiativen zur globalen Governance arbeitet China daran, künstliche Intelligenz zu einem gemeinsamen Motor für Innovation und Entwicklung zu machen und sicherzustellen, dass die Vorteile dieser transformativen Technologie, die bislang nur wenigen vorbehalten waren, nun mehr Ländern und Gemeinschaften zugutekommen.
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Asfinag und ÖAMTC kombinieren emotionale Bewusstseinsbildung mit neuer Technologie, um den „Arbeitsplatz Straße“ sicherer zu machen. Unter dem Slogan „Danke, dass du auf meine Mama/meinen Papa aufpasst“ starten die Organisationen eine gemeinsame Kampagne, bei der die Kinder der Mitarbeitenden als Botschafter auftreten. Hintergrund sind mehrere schwere Unglücke mit Autobahn-Personal: Im Jahr 2025 war Asfinag-Personal in sechs Unfälle auf Autobahnen involviert, einer davon endete tödlich. Parallel zu der Kampagne wird in Österreich ein KI-basiertes Warnsystem im Live-Betrieb getestet.
Die Dimension des Problems ist erheblich. Laut Daten von Statistik Austria und ÖAMTC kam es 2025 zu insgesamt 2.137 Unfällen mit Personenschaden auf Autobahnen und Schnellstraßen, 45 davon verliefen tödlich. Als häufigste Ursachen gelten Unachtsamkeit und Ablenkung. Eine IFES-Umfrage zeigt, wie verbreitet riskantes Verhalten ist: Ein Drittel der Befragten gibt an, während der Fahrt Handy-Nachrichten zu lesen oder zu schreiben, die Hälfte bedient Navi oder Radio. Unter den unter 30-Jährigen räumen 60 Prozent ein, schon einmal während der Fahrt ein Video aufgenommen zu haben.
Das neue KI-System zielt darauf ab, die Arbeit von Straßenkolonnen unter fließendem Verkehr besser abzusichern. Auf Sicherungsfahrzeugen oder Warnleitanhängern montierte Kameras erfassen Fahrzeuge in rund 300 Metern Entfernung. Die Künstliche Intelligenz analysiert daraufhin den Fahrweg der herannahenden Fahrzeuge und löst bei Kollisionsgefahr Warnungen aus: Die Person am Steuer wird mit einem Hupsignal aufmerksam gemacht, während Straßenarbeiter ein kleines Gerät am Körper tragen, das im Gefahrenfall vibriert. Diese wenigen zusätzlichen Sekunden sollen reichen, um sich aus der Gefahrenzone zurückzuziehen.
Derzeit sind fünf Kameras im Einsatz, weitere 21 Kollisionswarner werden angeschafft. Der Testbetrieb läuft bis Jahresende, anschließend soll über eine flächendeckende Einführung entschieden werden. Auch der ÖAMTC erprobt die Technologie im praktischen Alltag: Elf Fahrzeuge des Clubs wurden mit dem System ausgerüstet, sie werden in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland getestet. Die Kombination aus KI-gestützter Früherkennung und einer breit angelegten Kampagne gegen Ablenkung am Steuer soll das Risiko für Verkehrspersonal senken – und zugleich Fahrerinnen und Fahrer stärker für die Konsequenzen ihres Verhaltens sensibilisieren.