Chinesische Operngala in Zhouzhuang eröffnet - bis November werden 46 Operngattungen präsentiert

25.09.2026

KUNSHAN, China, 25. September 2026 /PRNewswire/ -- Die Chinese Opera Gala 2026 (Kunshan) wurde am 23. September in Zhouzhuang eröffnet und läutete damit ein Programm aus Aufführungen, Ausstellungen und kulturellen Erlebnissen ein, das bis November andauert. Die vom Ministerium für Kultur und Tourismus sowie der Volksregierung der Provinz Jiangsu gemeinsam ausgerichtete Gala präsentiert 57 Ausschnitte und 10 abendfüllende Inszenierungen aus 46 Operngenres. Neue Inszenierungen und kreative Wege, das Publikum anzusprechen, versetzen Chinas Operntraditionen in einen zeitgenössischen Kontext.

Opening performance: the Jin Opera, The Leopard-Capturing Tale

Bei der Eröffnungsfeier erhielten 16 Organisationen Gedenkurkunden als Anerkennung für herausragende Medienprojekte im Bereich der Oper aus ganz China. Im Rahmen des Programms wurden außerdem folgende Beiträge vorgestellt: , The China Kunqu Opera Blue Book 2026 ) sowie  Begegnung mit Liang Chenyu – Die Ursprünge der Kunqu-Oper;, ein in Kunshan produziertes, von einer KI generiertes Kurzdrama.

Am Eröffnungstag konnten Besucher des Yongqing-Gartens in der Altstadt von Zhouzhuang an einem eindringlichen Opernerlebnis teilnehmen. Das Opernmuseum Kunshan eröffnete die Ausstellung Blühende Oper – Meisterwerke der Volkskunst zum Thema Oper aus der Sammlung des Nationalen Kunstmuseums Chinas. Zudem startete die Kulturtourismus-Initiative „Hundert Opern sehen, Jiangsu bereisen", die Reisende dazu einlädt, die Provinz durch die Oper zu entdecken.

Das Programm geht weit über die Premiere hinaus. Zu den fünf Hauptbestandteilen gehören die Eröffnungs- und Abschlusszeremonien; Aufführungen klassischer Opernauszüge und die Techniken, die diese auszeichnen; Aktivitäten zur Erhaltung vom Aussterben bedrohter Operngenres und zur Zusammenführung der dort tätigen Künstler; eine Präsentation eingeladener Produktionen sowie Opernforen und die Vorstellung neuer Werke. Drei weitere Programme zielen darauf ab, neue Zielgruppen an die Oper heranzuführen, die Präsentation der Wenhua-Preisträger durch das Opera Arts Center zu verbessern und das Opernverständnis sowie die Öffentlichkeitsarbeit in Gemeinden in ganz Jiangsu zu fördern. Eine Reihe von „Opera+"-Veranstaltungen wird die Aufführungen mit den kulturellen Sehenswürdigkeiten, Unternehmen und Besucherangeboten der Provinz verknüpfen.

Seit Kunshan das Festival im Jahr 2018 ins Leben gerufen hat, fanden bis 2025 sieben Ausgaben statt, wodurch es zu einem Treffpunkt für Chinas lebendige Operntraditionen geworden ist. Im Laufe dieser Ausgaben haben die Darsteller alle 348 landesweit vertretenen Operngenres sowie Puppentheater und Schattenspiel präsentiert. Insgesamt haben 547 Theater- und Veranstaltungsorganisationen 713 Produktionen für mehr als 214.000 Besucher vor Ort aufgeführt, während die Zahl der Online-Aufrufe 355 Millionen überschritten hat.

Cision View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/de/pressemitteilungen/chinesische-operngala-in-zhouzhuang-eroffnet--bis-november-werden-46-operngattungen-prasentiert-302890299.html

Ludwig zieht rote Linie bei Klimapolitik, lässt FPÖ-Event im Rathaus aber zu

08.10.2026

Eine Podiumsdiskussion der Wiener FPÖ zum Titel „Der Preis des Klimakommunismus – Wer zahlt die Zeche?“ sorgt in der Stadtpolitik für erheblichen Wirbel. Die Freiheitliche Akademie Wien, das Freiheitliche Bildungsinstitut und der FPÖ-Rathausklub laden am 6. Oktober in die Volkshalle des Wiener Rathauses und holen dafür James Taylor, Präsident des US-amerikanischen Heartland Institute, nach Wien. Taylor gilt seit Jahren als prominenter Akteur der internationalen Szene, die den menschengemachten Klimawandel in Zweifel zieht, und steht seit Langem in der Kritik, weil seine Organisation nachweislich Geld aus der fossilen Industrie erhalten hat.

Auf dem Podium sollen neben Taylor der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp, Gerald Zmuegg von der Freiheitlichen Wirtschaft Wien sowie der Unternehmer und Politblogger Gerald Markel diskutieren. Eröffnet wird der Abend vom Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss. Inhaltlich bedient die FPÖ damit ein Narrativ, das sie seit geraumer Zeit in der Klimadebatte verwendet: Klimaschutzmaßnahmen werden als „Klimakommunismus“ adressiert und damit als ideologisch motivierte, wirtschaftlich schädliche Eingriffe gerahmt. Im Zentrum der Veranstaltung steht laut Ankündigung nicht die Abrechnung mit den Kosten der aktuellen Klimaauswirkungen, sondern mit jenen einer ambitionierten Klimapolitik.

Die Einladung Taylors fällt in ein Jahr, das in Europa und Österreich von außergewöhnlichen Wetterextremen geprägt ist. 2026 brachte neue Temperaturrekorde, eine hohe Zahl an Hitzetagen und Tropennächten und eine sich seit dem Frühjahr verschärfende Trockenheit. In der Landwirtschaft werden die Hitzeschäden europaweit auf 14 bis 17 Milliarden Euro geschätzt, für Österreich beziffert die Hagelversicherung den Dürreschaden auf rund 1 Milliarde Euro. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) meldet zudem eine Rekordzahl an Hitzetoten: Im Juni und Juli starben demnach 646 Menschen in Österreich an den Folgen der Hitze. Vor diesem Hintergrund kritisieren Gegner der Veranstaltung, die FPÖ ignoriere die realen Kosten und Risiken der Erderwärmung, während sie über vermeintliche Kosten von Klimapolitik diskutieren lässt.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) distanzierte sich in einer Stellungnahme deutlich von der inhaltlichen Ausrichtung des Abends. Die Stadt bekenne sich zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen über den menschengemachten Klimawandel und zu einer verantwortungsvollen Klimapolitik, betonte er. Positionen, die Klimaschutz pauschal als „Klimakommunismus“ diffamieren, lehne er ausdrücklich ab. Zugleich verwies Ludwig auf die Rolle des Rathauses als „Haus der Demokratie“: Den im Gemeinderat vertretenen Fraktionen stünden grundsätzlich Räumlichkeiten für Veranstaltungen zur Verfügung. Kritik kam auch von den Wiener Grünen, deren Vorsitzender Peter Kraus die Einladung Taylors als „Verhöhnung“ der Bevölkerung bezeichnete, die mit den Folgen von Hitze und Dürre konfrontiert sei, und den Bürgermeister aufforderte, zu prüfen, ob für eine derartige Veranstaltung tatsächlich Räume im Rathaus zur Verfügung gestellt werden sollten.