TORONTO, 2. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- DeFi Technologies Inc. (das „-Unternehmen " oder „DeFi Technologies ") (Nasdaq: DEFT) (CBOE CA: DEFI) (GR: R9B) (B3: DEFT31), ein Finanztechnologieunternehmen, das die Brücke zwischen traditionellen Kapitalmärkten und dezentralen Finanzdienstleistungen („DeFi") schlägt, hat heute sein Unternehmens-Update für September veröffentlicht. Darin werden das Wachstum des verwalteten Vermögens („AUM"), die anhaltenden Nettozuflüsse sowie die gestiegene Handelsaktivität bei Valour, seiner Vermögensverwaltungssparte, hervorgehoben.

Valour meldete zum 25. September 2026 ein verwaltetes Vermögen von 640,2 Millionen US-Dollar, gegenüber 397,2 Millionen US-Dollar am 30. Juni 2026. Dies entspricht einem Anstieg von 243 Millionen US-Dollar oder rund 61,2 % seit Ende des zweiten Quartals. Das verwaltete Vermögen lag zudem rund 64 % über seinem Zyklustief von etwa 390 Millionen US-Dollar.
Valour verzeichnet weiterhin Nettozuflüsse im Monatsvergleich. Diese Zuflüsse bringen Anlegerkapital auf die Plattform, während ein höheres verwaltetes Vermögen (AUM) eine größere Basis bildet, auf der Valour Einnahmen generieren kann. Das Unternehmen wird die Zahlen zu den Zuflüssen im Rahmen seiner vierteljährlichen Finanzergebnisse veröffentlichen.
Wie Valour Wachstum in Einnahmen umwandelt
Das Ertragsmodell von Valour verbindet das Vermögenswachstum mit der Handelsaktivität. Steigende Preise für digitale Vermögenswerte erhöhen den Wert der in seinen Produkten gehaltenen Vermögenswerte und können zu mehr Handelsaktivitäten und neuen Anlegerzuflüssen führen. Diese Zuflüsse erhöhen das verwaltete Vermögen (AUM) und schaffen eine größere Basis, auf der Valour Einnahmen generieren kann.
Valour monetarisiert diese Aktivitäten auf drei Hauptwege:
Der Kreislauf ist einfach: Steigende Vermögenswerte und Nettozuflüsse erweitern das verwaltete Vermögen (AUM), während eine höhere Handelsaktivität mehr Möglichkeiten zur Erzielung von Einnahmen schafft.
Wenn die Einnahmen steigen, steigen die Kosten nicht unbedingt im gleichen Tempo, was das Potenzial für höhere Margen schafft. Das Ergebnis hängt vom Produktmix, den Gebührensätzen, den Staking-Renditen, den Handelsbedingungen und den Betriebskosten ab.
Mit einem gemeldeten AUM von 640 Millionen US-Dollar zum 25. September 2026 – ein Anstieg um 61,2 % gegenüber 397,2 Millionen US-Dollar zum 30. Juni 2026 – verfügt Valour über eine größere Vermögensbasis, die durch dieses Modell monetarisiert werden kann.
Die Top 10 der digitalen Vermögenswerte von Valour nach verwaltetem Vermögen
Zum 25. September 2026 waren die zehn größten digitalen Vermögenswerte von Valour, gemessen am verwalteten Vermögen der zugehörigen Produkte, folgende:
Digitale Vermögenswertet | AUM (in Millionen US-Dollar) |
Bitcoin (BTC) | 239.28 |
Solana (SOL) | 157.51 |
Ethereum (ETH) | 65.59 |
XRP (XRP) | 33.10 |
Sui (SUI) | 22.39 |
Cardano (ADA) | 17.75 |
Hedera (HBAR) | 17.47 |
NEAR-Protokoll (NEAR) | 7.81 |
Avalanche (AVAX) | 7.24 |
Hyperliquid (HYPE) | 6.97 |
Diese zehn Anlageklassen machten etwa 89,8 % des von Valour ausgewiesenen gesamten verwalteten Vermögens (AUM) aus.
Die Zahlen umfassen das gesamte verwaltete Vermögen aller Produkte, die sich auf die jeweilige Anlageklasse beziehen, einschließlich zinstragender, gehebelter und, soweit zutreffend, Short-Produkte. Sie stellen das verwaltete Vermögen der Produkte dar und nicht das Netto-Engagement in den zugrunde liegenden Vermögenswerten; dabei bleiben „Look-Through"-Allokationen aus Multi-Asset-Korbprodukten unberücksichtigt.
Valour Funds und Smart Crypto Fund SP
Am 21. September 2026 gab Valour die Auflegung von Valour Funds SPC und Smart Crypto Fund SP bekannt, seinem ersten Hedgefonds für professionelle und qualifizierte Anleger.
Der Smart Crypto Fund SP kombiniert die Infrastruktur von Valour mit einer Strategie, die von der Neuronomics AG entwickelt und verwaltet wird, einem Schweizer Portfoliomanager, an dem DeFi Technologies eine Minderheitsbeteiligung hält. Der Fonds ist das erste Hedgefonds-Portfolio innerhalb der Valour Funds SPC, einer auf den Kaimaninseln ansässigen Gesellschaft, die bei der Cayman Islands Monetary Authority registriert ist.
Die KI-Modelle von Neuronomics werten Preis-, Volumen- und andere Marktdaten aus, um die Allokation über liquide digitale Vermögenswerte hinweg zu steuern. Die Strategie kann Positionen an sich ändernde Bedingungen anpassen und zielt darauf ab, das Engagement zu reduzieren, wenn Signale schwächer werden oder das eingeschätzte Risiko steigt. Die Positionsgrößen unterliegen Risikobudgets, Konzentrationsgrenzen und Kontrollen des Portfolioengagements.
Damit erweitert Valour sein Angebot um eine aktiv verwaltete Strategie neben seinen börsengehandelten Produkten.
Weitere Fondsstrukturen, Verwahrung und Plattformentwicklung
Das Unternehmen entwickelt weiterhin zusätzliche Fondsstrukturen und Anlagestrategien, wobei der Smart Crypto Fund SP den ersten von mehreren geplanten Hedgefonds unter dem Dach von Valour Funds darstellt.
Diese Angebote sind für den Vertrieb über Fondsplattformen und direkte institutionelle Beziehungen vorgesehen, wobei die internationale Vermarktung den geltenden lokalen Anforderungen unterliegt. Sie schaffen einen zusätzlichen Kanal, um professionelle Anleger über die börsennotierten ETPs von Valour hinaus zu erreichen.
Das Unternehmen setzt die Entwicklungsarbeiten an „Valour Custody" und einer geplanten OGAW-Plattform im Einklang mit seinen zuvor bekannt gegebenen Prioritäten fort. Diese Initiativen unterliegen weiterhin den Entwicklungsanforderungen sowie den geltenden regulatorischen Prozessen und Genehmigungen. Sie zielen darauf ab, die Infrastruktur zur Unterstützung des Geschäfts von Valour zu stärken und das Angebot an Anlagelösungen für Kunden zu erweitern.
Weitere Details werden im Zuge des Fortschritts der Entwicklung und der entsprechenden behördlichen Verfahren bekannt gegeben.
Bilanz
Wie in den Finanzergebnissen für das zweite Quartal 2026 berichtet, verfügte DeFi Technologies zum 30. Juni 2026 über rund 135 Millionen US-Dollar in Form von Barmitteln, Stablecoins, Treasury-Anlagen und seinem Venture-Portfolio, ohne jegliche Verschuldung. Davon entfielen 70,7 Millionen US-Dollar auf Barmittel und USDT/USDC, 19,1 Millionen US-Dollar auf STRC/RWUSD-Bestände, 30,0 Millionen US-Dollar auf Bestände an digitalen Vermögenswerten im Treasury sowie 15,1 Millionen US-Dollar auf Venture- und Privatbeteiligungen. Diese Ressourcen verschafften dem Unternehmen finanzielle Flexibilität, um den bestehenden Geschäftsbetrieb zu unterstützen, in neue Produkte und Infrastruktur zu investieren sowie strategische Chancen zu nutzen.
Kommentar des Managements
„Das verwaltete Vermögen (AUM) ist seit Ende Juni um rund 243 Millionen US-Dollar gestiegen, und wir verzeichnen weiterhin Nettozuflüsse von Monat zu Monat", sagte Johan Wattenström, CEO und Vorstandsvorsitzender von DeFi Technologies. „Das verschafft uns eine größere Vermögensbasis, aus der wir Gebühren und Erträge erzielen können, während die Handelsaktivitäten zusätzliche Umsatzmöglichkeiten schaffen. Unser Fokus liegt darauf, dieses Wachstum in stärkere Geschäftsergebnisse umzuwandeln."
„Gleichzeitig erweitern wir unser Geschäft. Der Smart Crypto Fund ist unser erster Schritt in den Bereich aktiv verwalteter Hedgefonds, wobei weitere Fondsstrukturen, die Verwahrung und eine geplante OGAW-Plattform derzeit in der Entwicklung sind. Diese Initiativen sollen uns mehr Möglichkeiten bieten, Anleger zu bedienen und neben unserem etablierten ETP-Geschäft zusätzliche Umsätze zu generieren."
Aktualisierung zur Einhaltung der Nasdaq-Mindestgebotspreisvorschriften
Das Unternehmen bekräftigt die am 3. September 2026 angekündigte Verlängerung der Nachholfrist. Die Nasdaq gewährte DeFi Technologies weitere 180 Kalendertage bis zum 1. März 2027, um den Verstoß gegen die Mindestgebotspreisvorschrift gemäß Listing Rule 5550(a)(2) zu beheben.
Die Verlängerung selbst hatte keine Auswirkungen auf die Notierung oder den Handel der Stammaktien des Unternehmens am Nasdaq Capital Market unter dem Kürzel „DEFT".
Wie in dieser Bekanntmachung dargelegt, erfordert die Wiederherstellung der Konformität einen Schlusskurs von mindestens 1,00 US-Dollar pro Aktie an mindestens zehn aufeinanderfolgenden Geschäftstagen während der Verlängerungsfrist, gefolgt von einer schriftlichen Bestätigung durch die Nasdaq.
Das Unternehmen konzentriert sich weiterhin darauf, den Mangel zu beheben, und beabsichtigt, seinen Kurs zu überwachen und verfügbare Optionen zu prüfen. Die Verlängerung bedeutet nicht, dass die Anforderungen bereits wieder erfüllt sind, und es gibt keine Gewähr dafür, dass das Unternehmen die Anforderungen innerhalb der gewährten Frist wieder erfüllen oder alle Anforderungen für die fortgesetzte Notierung aufrechterhalten wird.
Informationen zu DeFi Technologies
DeFi Technologies Inc. (Nasdaq: DEFT) (CBOE CA: DEFI) (GR: R9B) (B3:DEFT31) ist ein Fintech-Unternehmen, das sich der Konvergenz traditioneller Kapitalmärkte und dezentraler Finanzdienstleistungen („DeFi") verschrieben hat. Als börsennotierte und vertikal integrierte Plattform für digitale Vermögenswerte bietet DeFi Technologies über Anlageprodukte, Handels- und Liquiditätsinfrastruktur, Analysen sowie den strategischen Einsatz von Kapital einen gewohnten, einfachen, sicheren sowie regulierten Zugang zur Wirtschaft rund um digitale Vermögenswerte. Zum Geschäftsbereich des Unternehmens gehören Valour, ein führender Emittent regulierter ETPs auf digitale Vermögenswerte, Stillman Digital, eine institutionelle Handels- und Liquiditätsplattform für digitale Vermögenswerte, sowie DeFi Alpha, der unternehmensinterne Geschäftsbereich mit Schwerpunkt auf opportunistischem Handel, Arbitrage und weiteren Kapitalmarktstrategien. Mit umfassender Fachkenntnis in den Bereichen Kapitalmärkte und neue Technologien baut DeFi Technologies die Brücke zwischen der traditionellen Finanzwelt und der Zukunft digitaler Vermögenswerte. Folgen Sie DeFi Technologies auf LinkedIn und X/Twitter. Weitere Informationen finden Sie unter https://defi.tech/
Tochtergesellschaften von DeFi Technologies
Informationen zu Valour
Valour Inc. und Valour Digital Securities Limited (zusammen „Valour") emittieren börsengehandelte Produkte („ETPs"), die privaten sowie institutionellen Anlegern auf einfache und sichere Weise über ihr traditionelles Bankkonto Zugang zu digitalen Vermögenswerten bieten. Valour gehört zum Vermögensverwaltungsbereich von DeFi Technologies. Weitere Informationen zu Valour, zur Anmeldung oder zum Erhalt von Updates finden Sie unter https://valour.com.
Informationen zu Stillman Digital
Stillman Digital ist ein führender Liquiditätsanbieter für digitale Vermögenswerte, der Unternehmen umfassende Liquiditätslösungen bietet und seinen Schwerpunkt auf branchenführende Handelsausführung, Abwicklung und Technologie legt. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.stillmandigital.com.
Hinweis zu zukunftsgerichteten Informationen:
Diese Pressemitteilung enthält „zukunftsgerichtete Aussagen" im Sinne der geltenden kanadischen Wertpapiergesetze. Zu den zukunftsgerichteten Informationen zählen unter anderem das Wachstum des verwalteten Vermögens (AUM); die Treasury-Strategie des Unternehmens im Bereich digitaler Vermögenswerte; die Erweiterung des Angebots an ETPs für digitale Vermögenswerte; Erträge aus Staking und Kreditvergabe, die auf dem von Valour verwalteten Vermögen (AUM) erzielt werden; das Interesse der Anleger und die Nachfrage nach den ETPs von Valour; das Vertrauen der Anleger in digitale Vermögenswerte im Allgemeinen; Arbitragemöglichkeiten durch DeFi Alpha; das regulatorische Umfeld in Bezug auf das Wachstum und die Verbreitung dezentraler Finanzdienstleistungen; die Verfolgung von Geschäftsmöglichkeiten durch das Unternehmen und seine Tochtergesellschaften; sowie die Vorzüge oder potenziellen Renditen solcher Möglichkeiten. Zukunftsgerichtete Informationen unterliegen bekannten und unbekannten Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, das Aktivitätsniveau, die Leistung oder die Erfolge des Unternehmens, je nach Fall, wesentlich von den in solchen zukunftsgerichteten Informationen ausgedrückten oder implizierten abweichen. Zu diesen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren zählen unter anderem die Akzeptanz der börsengehandelten Produkte von Valour durch die Börsen; das Wachstum und die Entwicklung des Sektors der dezentralen Finanzen und der digitalen Vermögenswerte; Vorschriften und Regelungen in Bezug auf dezentrale Finanzen und digitale Vermögenswerte; Schwankungen der Preise für digitale Vermögenswerte; sowie allgemeine geschäftliche, wirtschaftliche, wettbewerbsbezogene, politische und gesellschaftliche Ungewissheiten. Obwohl das Unternehmen versucht hat, wichtige Faktoren zu identifizieren, die dazu führen könnten, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in den zukunftsgerichteten Informationen enthaltenen abweichen, kann es andere Faktoren geben, die dazu führen, dass die Ergebnisse nicht wie erwartet, geschätzt oder beabsichtigt ausfallen. Es kann nicht garantiert werden, dass sich diese Informationen als zutreffend erweisen, da die tatsächlichen Ergebnisse und zukünftigen Ereignisse erheblich von den in solchen Aussagen erwarteten abweichen könnten. Dementsprechend sollten sich die Leser nicht in unangemessener Weise auf zukunftsgerichtete Informationen verlassen. Das Unternehmen verpflichtet sich nicht, zukunftsgerichtete Informationen zu aktualisieren, es sei denn, dies ist gemäß den geltenden Wertpapiergesetzen erforderlich.
DIE CBOE CANADA EXCHANGE ÜBERNIMMT KEINE VERANTWORTUNG FÜR DIE ANGEMESSENHEIT ODER RICHTIGKEIT DIESER MITTEILUNG
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Ein umfangreicher Auswertungsbericht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zu digitalen Daten des verstorbenen Justiz-Spitzenbeamten Christian Pilnacek sorgt für neuen politischen und justizinternen Sprengstoff. Chatprotokolle, E-Mails und weitere Unterlagen zeichnen ein Bild tiefgreifender Konflikte innerhalb der Justiz – insbesondere zwischen der WKStA und Teilen der vorgesetzten Behörden. Parallel dazu bereitet ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Befragung von Schlüsselpersonen vor, um mögliche politische Einflussnahmen auf Ermittlungen rund um Pilnacek und dessen Tod zu beleuchten.
Aus der von der WKStA erstellten Expertise zu Pilnaceks Kommunikationsdaten geht hervor, wie der langjährige Leiter der für Strafrecht zuständigen Sektion im Justizministerium über Jahre hinweg gegenüber der WKStA Stellung bezog. Der Bericht zeigt, dass der damalige Wiener Oberstaatsanwaltschef Johann Fuchs im Juni 2019 in einer internen Nachricht erklärte, er sehe es als Aufgabe seiner Amtszeit, eine von der WKStA angeblich offengelegte „Verkommenheit“ im Berufsstand „mit allen Mitteln zu bekämpfen“. Er bezeichnete Pilnacek darin ausdrücklich als Mitstreiter. In dem Gutachten findet sich zudem Material, aus dem hervorgehen soll, wie die Korruptionsstaatsanwaltschaft aufgelöst und neu aufgesetzt werden könnte.
Die Auswertung des Laptops und mehrerer Speichermedien Pilnaceks, die in einem rund 440 Seiten starken Bericht zusammengefasst wurde, behandelt auch seine Kontakte in das Umfeld der ÖVP. Der frühere Sektionschef war von 2010 bis 2020 über alle wesentlichen Strafsachen der Republik informiert und konnte als weisungsbefugter Beamter Ermittlungsschritte mitsteuern oder Berichte anfordern. Laut dem Bericht kooperierte er in dieser Zeit eng mit ÖVP-nahen Personen und wirkte an der Verteidigung von Beschuldigten mit. Nach Bekanntwerden einer Audioaufnahme aus dem Sommer 2023, in der Pilnacek Interventionen von ÖVP-Seite beklagte, leitete die WKStA ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Täter ein; dieser Interventionsakt ist nun ebenfalls Gegenstand des U-Ausschusses.
Der Untersuchungsausschuss, der sich mit den Umständen von Pilnaceks Tod und dem Umgang der Behörden befasst, bekommt das WKStA-Dokument zeitlich passend zur nächsten Befragungsrunde vorgelegt. Zunächst soll ein IT-Experte der WKStA, der für das Auslesen von Datenträgern zuständig ist, Auskunft geben. In den darauffolgenden Tagen werden Exekutivbeamte befragt, darunter der Leiter des Bundeskriminalamts sowie zwei Polizeibeamte aus Niederösterreich, die unter anderem mit Pilnaceks Geisterfahrt Stunden vor dem Fund seiner Leiche in einem Donau-Seitenarm befasst waren. Politisch besonders im Fokus steht der Auftritt von Innenminister Gerhard Karner und dessen Kabinettschefin, nachdem eine vom Ressort in Auftrag gegebene Schulungsunterlage für geladene Auskunftspersonen parteiübergreifend – mit Ausnahme der ÖVP – auf Kritik gestoßen war.
Die Kombination aus internen Justizchats, detaillierter Datenauswertung und politischer Aufarbeitung im Parlament verschärft die Debatte über das Verhältnis zwischen Ministerien, Staatsanwaltschaften und Parteien. Während die WKStA ihre Auswertungsergebnisse in den U-Ausschuss einbringt, suchen Abgeordnete nach Antworten auf die Frage, ob und in welchem Ausmaß versucht wurde, auf Ermittlungen Einfluss zu nehmen – sowohl in prominenten Wirtschafts- und Korruptionsfällen als auch im Zusammenhang mit den Untersuchungen nach dem Tod eines der einflussreichsten Justizbeamten der vergangenen Jahre.