Die Bulat Utemuratov Foundation eröffnet das Kinder- und Jugendkreativzentrum Shabyt in Zhezkazgan

04.06.2026

ZHEZKAZGAN, Kasachstan, 4. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Die Bulat Utemuratov Foundation hat den Internationalen Kindertag mit der offiziellen Eröffnung des Shabyt-Kinder- und Jugendkreativzentrums in Zhezkazgan begangen und der Stadt damit die bedeutendste Kindereinrichtung seit über 70 Jahren beschert. Im Anschluss an die Bauarbeiten schenkte die Stiftung der Stadt das 7,7 Mio. USD teure Projekt, das moderne Bildungs- und Freizeiteinrichtungen für Kinder in der Region bietet.

Bulat Utemuratov Foundation

 

Der 2.600 Quadratmeter große Komplex im westlichen Bezirk von Zhezkazgan verfügt über 14 Klassenräume und Fachräume, darunter eine MINT-Einheit mit Robotik, Mathematik und Naturwissenschaften, ein Kunststudio, eine Töpferwerkstatt, ein digitales Designstudio, ein Fotostudio, Musikräume, einen Schachraum sowie Kampfsport- und Tanzstudios. Ein Frühförderzentrum und eine geräumige Aula ergänzen das Angebot. Die Einrichtung bietet Platz für bis zu 250 Kinder und verfügt über Personalräume, ein medizinisches Büro und Coworking-Spaces. Die Aktivitäten sind kostenlos und werden in mehreren Schichten angeboten und erreichen täglich bis zu 600 Kinder.

Auf dem 1,6 Hektar großen Gelände befinden sich Sport- und Spielplätze sowie begrünte öffentliche Flächen. Das Gebäude wurde so konzipiert, dass alle Räume für Kinder mit unterschiedlichen Bedürfnissen geeignet sind, und ein spezieller Sinnesraum unterstützt die integrative Erziehung und Entwicklung.

Almaz Sharman, Vorsitzende des Kuratoriums der Bulat Utemuratov Foundation, kommentierte: „Die Förderung der Bildung und die Schaffung einer modernen Infrastruktur für die Entwicklung von Kindern gehören zu den wichtigsten Aktivitäten der Stiftung. Diese Projekte stellen langfristige Investitionen in die Gemeinden dar und unterstützen die Zukunft des Landes. Ich bin zuversichtlich, dass das neue Shabyt-Zentrum führende Möglichkeiten für die Zusatzausbildung und die kreative und berufliche Entwicklung von Kindern in der Region schaffen wird."

Dastan Ryspekov, Akim der Region Uljtau, der an der Eröffnungsfeier teilnahm, hob die weitergehende Bedeutung des Projekts hervor: „Das neue Zentrum ist nicht nur ein modernes Gebäude, sondern ein Ort, an dem Kinder lernen, ihre Talente entwickeln und sich mit Technik, Kreativität und Sport beschäftigen können. Diese Projekte schaffen ein Umfeld, in dem jüngere Generationen Vertrauen in ihre Zukunft gewinnen."

Das Zentrum ist das jüngste in einer Reihe von sozialen Infrastrukturprojekten der Stiftung in ganz Kasachstan, zu denen auch der Bau von Schulen in Yesik und Kosshy, eines neuen Flughafens in Kyzylorda und eines Gemeindezentrums in Kosshy gehören.

Bulat Utemuratov Foundation

 

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Taufliegen als Indikatoren: Urbanisierung spiegelt sich in Wiens Insektenwelt wider

15.06.2026

Die Artenvielfalt von Taufliegen (Drosophila) im Raum Wien ist in den vergangenen drei Jahrzehnten massiv eingebrochen. Forschende des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien berichten, dass die Zahl der in der Stadt nachgewiesenen Arten im Vergleich zu einer Erhebung aus dem Jahr 1994 um rund 50 Prozent gesunken ist. Die Ergebnisse, die nun im Fachjournal „Ecology and Evolution“ veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass vormals häufige Arten durch zugewanderte Taufliegen verdrängt worden sein könnten.

Grundlage der aktuellen Analyse ist das Citizen-Science-Projekt „Vienna City Fly“, das 2024 einfache Fliegenfallen an freiwillige Laienforscher in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland verteilte. Die zurückgesandten Proben wurden für die nun publizierte Studie gezielt auf Fänge in unmittelbarer Nähe menschlicher Siedlungen beschränkt – also auf Innenräume, Balkone und Gärten. Damit liegt ein detailliertes Bild jener Drosophila-Gemeinschaft vor, die besonders eng an vom Menschen geprägte Lebensräume gebunden ist.

Insgesamt wurden mehr als 18.000 Taufliegen gesammelt und taxonomisch bestimmt; dabei identifizierte das Team um NHM-Forscher Martin Kapun 13 Drosophila-Arten. Bemerkenswert ist der Nachweis zweier Arten, die bislang in Österreich nicht registriert waren: Drosophila (D.) mercatorum und D. virilis. D. mercatorum ist ursprünglich in den USA, Mexiko und Südamerika verbreitet und wurde im vergangenen Jahrhundert nach Europa eingeschleppt, D. virilis stammt aus Asien und hat sich erst seit relativ kurzer Zeit über die nördliche Hemisphäre ausgebreitet.

Die Zusammensetzung der Populationen zeigt eine deutliche Verschiebung hin zu wenigen dominanten Generalisten. D. mercatorum mit rund 8.800 Nachweisen und die Modellorganismus-Art D. melanogaster mit etwa 6.700 Funden waren die mit Abstand häufigsten Spezies in den Proben. „Dominiert wird die Drosophila-Population im Wiener Stadtgebiet von Generalisten mit starker Affinität zum Menschen“, erklärte Kapun der Austria Presse Agentur zufolge. Die Ergebnisse unterstreichen, dass zunehmende Verbauung und die starke Prägung durch menschliche Siedlungen mit einem Rückgang der Biodiversität einhergehen können – auch bei unscheinbaren Insekten, die als wichtige Indikatoren für den Zustand urbaner Ökosysteme gelten.