DXC und Anthropic geben eine mehrjährige globale Partnerschaft bekannt, um KI in geschäftskritische Unternehmenssysteme zu integrieren

12.06.2026
  • DXC ist ein „Global Premier"-Partner im Claude-Partnernetzwerk und entwickelt neue, globale, branchenspezifische KI-Lösungen für Schlüsselbranchen.
  • Claude ist bereits die treibende Kraft hinter DXC OASIS, der KI-basierten Orchestrierungsplattform des Unternehmens für Managed Services, die mittlerweile bei mehr als 50 gemeinsamen Kunden im Einsatz ist. 
  • Mit einer Belegschaft von über 115.000 Personen in 70 Ländern vertiefen DXC und Anthropic ihre bestehende Zusammenarbeit, um Claude in die geschäftskritischen Systeme und Plattformen zu integrieren, die DXC für die weltweit größten Unternehmen und Regierungen betreibt.
  • Im Rahmen dieser Partnerschaft wird ein neues DXC-Team aus Claude-zertifizierten Ingenieuren und Entwicklern aufgebaut, die direkt in die Kundenumgebungen eingebunden werden, um die Transformation hin zu agentenbasierter KI zu beschleunigen. 

ASHBURN, Virginia, und SAN FRANCISCO, 12. Juni 2026 /PRNewswire/ -- DXC Technology (NYSE: DXC), ein führender Partner für Unternehmenstechnologie und Innovation, gab heute eine mehrjährige globale Partnerschaft mit Anthropic bekannt, dem auf KI-Sicherheit spezialisierten Unternehmen und Entwickler von Claude. Durch diese gemeinsame Initiative wird DXC zu einem der wenigen „Global Premier"-Partner im Claude-Partnernetzwerk.

Gemeinsam werden die Unternehmen Zehntausende von vor Ort eingesetzten, Claude-zertifizierten Ingenieuren und Entwicklern ausbilden, um Claude-Modelle in die Produktion der missionskritischen Technologieinfrastruktursysteme zu integrieren, die DXC für die weltweit größten Banken, Fluggesellschaften, Versicherungen, Hersteller und Regierungsbehörden betreibt. 

Die Partnerschaft baut auf dem bestehenden Einsatz von Claude bei DXC im eigenen Betrieb auf, unter anderem als primäres Entwicklungswerkzeug für die Erstellung von DXC OASIS, der KI-basierten Orchestrierungsplattform des Unternehmens für Managed Services. Mithilfe von Claude-Modellen beschleunigte DXC die Bereitstellung der DXC OASIS Software um das Zehnfache, wobei mehr als 95 % des Codes bereits vor der Überprüfung durch Menschen von Claude generiert wurden. Claude dient nun als Standard-Grundmodell für die agentenbasierten Workflows von DXC OASIS. DXC OASIS wurde im April 2026 eingeführt, wird derzeit bei mehr als 50 Kunden eingesetzt und soll künftig im gesamten weltweiten Kundenstamm von DXC eingeführt werden. 

Die Allianz und ihre Investitionen basieren auf DXC Xponential, dem KI-Konzept des Unternehmens, das Technologie mit Menschen und Prozessen verbindet – während die Partnerschaft mit Anthropic diese durch zertifiziertes Claude-Fachwissen und direkten Zugang zu den Ressourcen von Anthropic weiter stärkt.

„DXC unterstützt die weltweit größten Banken, Fluggesellschaften, Versicherungen und Behörden dabei, neue Technologien erfolgreich einzusetzen. Sie haben Claude zunächst in ihren eigenen Betriebsabläufen getestet, unter denselben Sicherheits- und Compliance-Anforderungen, denen auch ihre Kunden unterliegen. Jetzt bringen wir Claude gemeinsam in diese Umgebungen ein, Branche für Branche, zusammen mit Ingenieuren, die das bereits selbst umgesetzt haben." – Paul Smith, Vertriebsleiter, Anthropic      

„Seit mehr als fünfzig Jahren betreiben DXC und die Unternehmen, aus denen es hervorgegangen ist, die Systeme, die die Welt am Laufen halten. Wir wissen, worauf es ankommt, um in solchen Umgebungen erfolgreich zu sein. Diese Partnerschaft mit Anthropic verbindet Vertrauen und Erfahrung mit der fortschrittlichsten KI-Technologie, die es gibt, und bietet unseren Kunden etwas, das sie sonst nirgendwo finden. Wir setzen Claude bereits in unseren eigenen Betriebsabläufen und auf unserer neuen DXC OASIS-Plattform ein. Nun übertragen wir diese Kompetenz direkt auf die geschäftskritischen Technologiesysteme, die wir für unsere Kunden betreiben. Dies ist ein entscheidender Moment für DXC und für die Branche."

 – Raul Fernandez, Präsident und CEO, DXC Technology

An der Front eingesetzte Ingenieure: Von DXC eingestellt, von Anthropic zertifiziert

Im Rahmen dieser Allianz baut DXC ein spezielles Team von vor Ort eingesetzten Technikern auf, die direkt in den Kundenumgebungen arbeiten sollen. Diese Ingenieure werden gezielt aus dem bestehenden Ingenieurpool von DXC ausgewählt, innerhalb von 90 Tagen im Rahmen der Anthropic Partner Academy geschult und zertifiziert, erhalten dauerhaften, täglichen Zugang zu Claude und durchlaufen zunehmend anspruchsvollere Kompetenzstufen in den Bereichen Entwurf, Bereitstellung und Steuerung agentischer KI-Systeme. DXC hat zudem zusätzliche Zertifizierungsprogramme entwickelt, um die Fähigkeiten seiner Ingenieure für den Einsatz in geschäftskritischen Umgebungen zu verbessern.

Das Modell spiegelt die „Customer Zero"-Philosophie von DXC wider:  Das Unternehmen hat Claude zunächst im eigenen Betrieb unter den für die Produktion geltenden Sicherheits- und Compliance-Anforderungen getestet, bevor es diese Funktion für seine Kunden bereitstellte.

Was kommt als Nächstes? Neue Angebote

Zu den ersten Schwerpunktbereichen zählen Versicherungen, Cybersicherheit und Anwendungsdienste. Das sind Bereiche, in denen DXC über umfangreiches Fach- und Betriebswissen verfügt und in denen die agentenbasierten KI-Fähigkeiten von Claude in den geschäftskritischen Umgebungen der Kunden am schnellsten einen Mehrwert schaffen können.

  • Versicherung: DXC wird Claude unternehmensübergreifend einsetzen, um agentenbasierte Lösungen zu implementieren und Kernsysteme so umzugestalten, dass sie auf den jeweiligen Kontext, das Betriebsmodell und die strategischen Ziele jedes Unternehmens abgestimmt sind. 
  • Modernisierung als Dienstleistung (MaaS): DXC nutzt Claude, um die groß angelegte Modernisierung von Code für Unternehmenskunden zu beschleunigen, und setzt dabei agentenbasierte KI ein, um Altcodebasen schneller und präziser zu analysieren, umzugestalten und zu transformieren als mit herkömmlichen Ansätzen.
  • Cybersicherheit: Der auf Claude Security basierende DXC OASIS Sicherheitsingenieur-Subagent wird dem Cybersicherheitsteam von DXC einen entscheidenden Vorteil verschaffen, indem Claude in den Sicherheitsoperationszentren (SOCs) eingesetzt wird und so eine stets aktive, KI-gesteuerte Cyberresilienz gewährleistet.   
  • Anwendungsdienste: DXC nutzt Claude zur Entwicklung von Anthropic-zertifizierten DXC-OASIS-Agenten, die darauf ausgelegt sind, Claude direkt in die Umgebungen für die Wartung und Verwaltung von Unternehmensanwendungen zu integrieren, die DXC für seine Kunden betreibt. 

Informationen zu DXC Technology

DXC Technology (NYSE: DXC) ist ein führender Partner für Unternehmenstechnologie und Innovation, der Software, Dienstleistungen und Lösungen für globale Unternehmen und Organisationen des öffentlichen Sektors bereitstellt. Mit fundierter Fachkenntnis in den Bereichen Managed Infrastructure Services, Application Modernization und Industry-Specific Software Solutions modernisiert, sichert und betreibt DXC einige der komplexesten Technologieumgebungen der Welt. Erfahren Sie mehr unter dxc.com.

 

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Autobahn als Gefahrenzone: Wie KI das Arbeiten unter Verkehr sicherer machen soll

15.06.2026

Asfinag und ÖAMTC kombinieren emotionale Bewusstseinsbildung mit neuer Technologie, um den „Arbeitsplatz Straße“ sicherer zu machen. Unter dem Slogan „Danke, dass du auf meine Mama/meinen Papa aufpasst“ starten die Organisationen eine gemeinsame Kampagne, bei der die Kinder der Mitarbeitenden als Botschafter auftreten. Hintergrund sind mehrere schwere Unglücke mit Autobahn-Personal: Im Jahr 2025 war Asfinag-Personal in sechs Unfälle auf Autobahnen involviert, einer davon endete tödlich. Parallel zu der Kampagne wird in Österreich ein KI-basiertes Warnsystem im Live-Betrieb getestet.

Die Dimension des Problems ist erheblich. Laut Daten von Statistik Austria und ÖAMTC kam es 2025 zu insgesamt 2.137 Unfällen mit Personenschaden auf Autobahnen und Schnellstraßen, 45 davon verliefen tödlich. Als häufigste Ursachen gelten Unachtsamkeit und Ablenkung. Eine IFES-Umfrage zeigt, wie verbreitet riskantes Verhalten ist: Ein Drittel der Befragten gibt an, während der Fahrt Handy-Nachrichten zu lesen oder zu schreiben, die Hälfte bedient Navi oder Radio. Unter den unter 30-Jährigen räumen 60 Prozent ein, schon einmal während der Fahrt ein Video aufgenommen zu haben.

Das neue KI-System zielt darauf ab, die Arbeit von Straßenkolonnen unter fließendem Verkehr besser abzusichern. Auf Sicherungsfahrzeugen oder Warnleitanhängern montierte Kameras erfassen Fahrzeuge in rund 300 Metern Entfernung. Die Künstliche Intelligenz analysiert daraufhin den Fahrweg der herannahenden Fahrzeuge und löst bei Kollisionsgefahr Warnungen aus: Die Person am Steuer wird mit einem Hupsignal aufmerksam gemacht, während Straßenarbeiter ein kleines Gerät am Körper tragen, das im Gefahrenfall vibriert. Diese wenigen zusätzlichen Sekunden sollen reichen, um sich aus der Gefahrenzone zurückzuziehen.

Derzeit sind fünf Kameras im Einsatz, weitere 21 Kollisionswarner werden angeschafft. Der Testbetrieb läuft bis Jahresende, anschließend soll über eine flächendeckende Einführung entschieden werden. Auch der ÖAMTC erprobt die Technologie im praktischen Alltag: Elf Fahrzeuge des Clubs wurden mit dem System ausgerüstet, sie werden in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland getestet. Die Kombination aus KI-gestützter Früherkennung und einer breit angelegten Kampagne gegen Ablenkung am Steuer soll das Risiko für Verkehrspersonal senken – und zugleich Fahrerinnen und Fahrer stärker für die Konsequenzen ihres Verhaltens sensibilisieren.