Indotek Group erwirbt verbleibenden 53 %-Anteil an Auchan Ungarn und übernimmt die vollständige Eigentümerschaft

26.06.2026
  • Nach 18 Monaten operativer Verantwortung für Auchan Ungarn erhöht Indotek Group ihren Anteil auf 100 %.
  • Die Entscheidung zum Erwerb des verbleibenden 53 %-Anteils ist der nächste Schritt in der langfristigen strategischen Partnerschaft zwischen der Indotek Group und Auchan Retail International.
  • Auchan Ungarn stellt seine Finanzierung unabhängig auf und sichert sich Kredite von Erste, Raiffeisen und UniCredit, die anstelle der bisherigen internen Finanzierungsvereinbarung mit Auchan Retail International treten.
  • Auchan Ungarn setzt seinen Geschäftsbetrieb mit Kunden, Mitarbeitern und Partnern ununterbrochen fort, und bietet so Kontinuität, weitere operative Verbesserungen und gestärkte Lieferantenbeziehungen.
  • Der Übergang zur vollständigen Eigentümerschaft ist der nächste logische Schritt in unserer langfristigen strategischen Partnerschaft mit Auchan Retail International. Nachdem die Indotek Group bereits seit Ende 2024 die Geschäftsführung von Auchan Ungarn wahrgenommen hat, haben wir nun beschlossen, auch die vollständige Eigentümerschaft zu übernehmen. Diese Entscheidung spiegelt unser Vertrauen in das Geschäft von Auchan Ungarn und in das Team wider, das in den vergangenen 18 Monaten deutliche Verbesserungen erzielt hat", so Dániel Jellinek, CEO der Indotek Group.

BUDAPEST, Ungarn, 26. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Die Indotek Group („Indotek") gab heute den Eigentümerwechsel bei Auchan Magyarország Kft. („ARHU", Auchan Ungarn) durch den Erwerb der verbleibenden 53-prozentigen Beteiligung von Auchan Retail International („ARI") bekannt. Nachdem Indotek bereits seit 18 Monaten die Geschäftsführung und die operative Verantwortung über das Unternehmen innehatte, hat das Unternehmen nun seinen Anteil an ARHU von 47 % auf 100 % erhöht. Die operative Kontrolle über das Unternehmen lag während dieses gesamten Zeitraums bei Indotek und bleibt von der heutigen Bekanntgabe unberührt.

Entrance to one of 19 Auchan Hungary hypermarkets

Die Transaktion ist der nächste Schritt in der langfristigen strategischen Partnerschaft zwischen Indotek und ARI. ARHU wird weiterhin von der Zugehörigkeit zum multinationalen Auchan-Einzelhandelsnetzwerk profitieren. Langfristige Verträge sichern den Zugang zur Marke Auchan, zum zentral beschafften Sortiment von ARI, zu Eigenmarkenprodukten sowie die Teilnahme an den Einkaufsallianzen von Auchan.

Seit der Übernahme der Geschäftsführung Ende 2024 hat Indotek die operative Leistung von ARHU erheblich verbessert, die Beziehungen zu wichtigen Lieferanten gestärkt und eine langfristige Transformationsstrategie für das Unternehmen umgesetzt. Auf der Grundlage dieser Erfolgsbilanz hat ARHU seine Finanzierung unabhängig aufgestellt und sich Kredite von Erste, Raiffeisen und UniCredit gesichert, die anstelle der bisherigen internen Finanzierungsvereinbarung mit ARI treten.

Für Kunden, Mitarbeiter und Partner wird es durch die Transaktion keine Unterbrechungen geben. Als alleinige Eigentümerin beabsichtigt Indotek, ihr Engagement für lokale Lieferanten zu verstärken und erneut in das Unternehmen zu investieren, um die Marktposition von ARHU und dessen Rolle als Partner ungarischer Hersteller zu stärken sowie das Angebot des Unternehmens für Kunden in Ungarn weiter zu verbessern.

Dániel Jellinek, Chief Executive Officer der Indotek Group, sagte:

„Der Übergang zur vollständigen Eigentümerschaft ist der nächste logische Schritt in unserer langfristigen strategischen Partnerschaft mit Auchan Retail International. Nachdem die Indotek Group bereits seit Ende 2024 die Geschäftsführung von Auchan Ungarn wahrgenommen hat, haben wir nun beschlossen, auch die vollständige Eigentümerschaft zu übernehmen. Diese Entscheidung spiegelt unser Vertrauen in das Geschäft von Auchan Ungarn und in das Team wider, das in den vergangenen 18 Monaten deutliche Verbesserungen erzielt hat und während derer das Unternehmen spürbare operative Fortschritte gemacht hat. Unser Fokus liegt nun darauf, diesen Kurs fortzusetzen, die Vorteile der langfristigen Partnerschaft von Auchan Ungarn mit Auchan Retail International zu bewahren und ein stärkeres Angebot für die Kunden in Ungarn zu schaffen."

Guillaume Darrasse, Chief Executive Officer von Auchan Retail, kommentierte:

„Die Indotek Group war in den vergangenen 18 Monaten ein zuverlässiger und verantwortungsbewusster Partner und hat die Kontinuität für Kunden, Mitarbeiter und Partner von Auchan Ungarn sichergestellt. Indotek Group hat eine klare Vision, wie die Marktposition von Auchan Ungarn weiter gestärkt werden kann. Die Geschäftsbeziehung zu Auchan Ungarn bleibt für ARI somit von großer Bedeutung. Die langfristigen Vereinbarungen über Markenlizenz, zentrale Beschaffung und Einkaufsallianzen werden fortgeführt, und wir gehen davon aus, dass das Unternehmen weiterhin von der Stärke des gesamten Auchan-Netzwerks profitieren und gleichzeitig Mehrwert für beide Seiten schaffen wird."

Während Indotek den Eigentümerwechsel abschließt, setzt ARHU seinen täglichen Geschäftsbetrieb ununterbrochen fort. Kunden, Mitarbeiter und Partner werden von Kontinuität profitieren, verbunden mit operativen Verbesserungen, gestärkten Lieferantenbeziehungen und einer Transformationsstrategie, die auch auf ein weiter verbessertes Angebot abzielt.

Mit dem Abschluss der Transaktion wird ARHU seine Partnerschaft mit lokalen Herstellern stärken und besser in der Lage sein, sein Sortiment und seine Dienstleistungen an die Bedürfnisse der ungarischen Kunden anzupassen.

Über Indotek Group 

Die Indotek Group mit Hauptsitz in Budapest, Ungarn, ist ein aufstrebendes europäisches Immobilieninvestment- und Vermögensverwaltungsunternehmen mit einem diversifizierten Portfolio von über 350 Immobilien in 12 Ländern, das sich auf die Bereiche Gewerbe, Einzelhandel, Gastgewerbe, Industrie und Logistik sowie Wohnen erstreckt. Die Gruppe ist auf die Revitalisierung und Neupositionierung von notleidenden oder leistungsschwachen Vermögenswerten spezialisiert, wobei der strategische Schwerpunkt auf nachhaltigem Wachstum und langfristiger Wertschöpfung liegt. www.indotekgroup.com

Über Auchan Ungarn

Auchan Magyarország Kft. ist seit 1998 ein wichtiger Akteur im ungarischen Einzelhandel: Das Unternehmen betreibt derzeit 19 Hypermärkte, 2 Superstores, 3 Supermärkte, 19 Tankstellen, einen landesweiten Online-Shop sowie eine automatisierte AuchanGO-Filiale, die derzeit als Innovations-Pilotprojekt läuft. Die Einzelhandelskette beschäftigt insgesamt rund 5.400 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2025 einen Jahresumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. www.auchan.hu

Über Auchan Retail International

Auchan Retail ist in 12 Ländern tätig und deckt mit 2.896 Verkaufsstellen alle wichtigen Formate im Lebensmittel- und Non-Food-Einzelhandel ab, darunter Convenience-Stores, Supermärkte und Hypermärkte. Das Unternehmen verbindet stationäre Geschäfte mit einem digitalen Ökosystem und Dienstleistungen wie Abholung, Hauslieferung und „Click & Collect", um Kunden ein Omnichannel-Einkaufserlebnis zu bieten.

Die Kunden stehen im Mittelpunkt der Strategie von Auchan Retail. Das Unternehmen bietet hochwertige Produkte zu den bestmöglichen Preisen an und hat sich zum Ziel gesetzt, gesunde, regionale und umweltbewusste Produkte, Ernährungslösungen und Dienstleistungen für möglichst viele Menschen attraktiv und zugänglich zu machen. www.auchan-retail.com

Indotek Group Logo

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Weitere Betrugsvorwürfe gegen René Benko im Signa-Komplex

15.06.2026

Im Insolvenzkomplex rund um den einstigen Signa-Konzern steht Firmengründer René Benko vor einem weiteren Strafverfahren. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat beim Landesgericht Innsbruck erneut Anklage wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen (betrügerischer Krida) eingebracht. Der 49‑jährige Investor befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung, Benko bestreitet sämtliche Vorwürfe.

Kern des aktuellen Verfahrens ist eine Garantieerklärung gegenüber einem Investor beziehungsweise den Vertretern einer Privatstiftung, hinter der nach Medienangaben der frühere Strabag‑Chef Hans-Peter Haselsteiner stehen dürfte. Nach Darstellung der WKStA soll Benko eine „wahrheitswidrige Garantie“ abgegeben und die Stiftung dadurch um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Konkret sollen die vertretungsbefugten Organe der Stiftung durch die Erklärung dazu veranlasst worden sein, etwa 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding zu überweisen und auf die Rückforderung weiterer rund 1,7 Millionen Euro zu verzichten.

Der Garantie zufolge sei der Privatstiftung eine Zahlung von in Summe rund fünf Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 zugesichert worden. Diese Rückzahlung sei jedoch ausgeblieben, so die Anklagebehörde. Dadurch soll die Stiftung in Millionenhöhe geschädigt und im Gegenzug die Signa Holding sowie eine weitere Gesellschaft unrechtmäßig bereichert worden sein. Neben dieser angeblichen Falschgarantie wirft die WKStA Benko vor, im Zuge der Signa-Insolvenz sowie seiner persönlichen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von rund 80.000 Euro vor den Gläubigern verborgen zu haben und damit deren Befriedigung vereitelt zu haben.

Benko war über zwei Jahrzehnte eine der prominentesten Unternehmerfiguren im deutschsprachigen Raum. Mit einem dicht verschachtelten Geflecht aus Immobilien- und Handelsbeteiligungen baute er das Signa-Imperium auf, zu dem zeitweise auch die deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof gehörten. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und aggressive Zukäufe trugen letztlich zur Insolvenz des Konzerns bei. Im weitläufigen Signa-Komplex wird der ehemalige Milliardär von der WKStA unter anderem wegen Betrugs, Untreue und Bankrotts verdächtigt; weitere Anklagen hält die Behörde für möglich.

Der Investor ist bereits in zwei ähnlichen Verfahren verurteilt worden, beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 verhängte ein Gericht eine zweijährige Haftstrafe, im Dezember desselben Jahres folgte wegen Schädigung von Gläubigern eine weitere Verurteilung zu 15 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Parallel dazu laufen mehrere Ermittlungsstränge, die auch andere frühere Führungskräfte aus dem Signa-Umfeld betreffen. Die jetzige Anklage erhöht den juristischen Druck auf Benko weiter und dürfte die Aufarbeitung einer der spektakulärsten Unternehmenspleiten im deutschsprachigen Raum zusätzlich in die Länge ziehen.