Kehua, ESN und TÜV Rheinland veröffentlichen gemeinsam auf der Intersolar Europe 2026 ein Whitepaper zu netzbildenden Energiespeichersystemen

29.06.2026

MÜNCHEN, 29. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Der rasante Ausbau der KI-gesteuerten Rechenzentrumsinfrastruktur verändert den weltweiten Strombedarf und verschärft damit die Herausforderungen für die Netzstabilität, die bereits durch die zunehmende Einbindung erneuerbarer Energien entstehen. Vor diesem Hintergrund stellten Kehua Digital Energy, Energy-Storage.news und der TÜV Rheinland auf der Intersolar Europe 2026 das Whitepaper: „Enhancing System Stability through Grid-Forming Energy Storage Technologies" (Verbesserung der Systemstabilität durch netzstabilisierende Energiespeichertechnologien) vor.

Der wachsende Bedarf an Netzstabilisierung in Europa

Die europäischen Stromnetze stehen zunehmend vor Herausforderungen durch den steigenden Anteil erneuerbarer Energien, abnehmende Trägheit und schwächere Netzbedingungen. Das Whitepaper hebt drei entscheidende Probleme hervor: abnehmende Systemträgheit, ein wachsendes geografisches Ungleichgewicht zwischen Erzeugungs- und Lastzentren mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien sowie kritisch niedrige Kurzschlussverhältnisse (SCR) in netzschwachen Gebieten.

Netzstabilisierende Energiespeicher entwickeln sich zu einer Schlüsseltechnologie für die Stabilisierung moderner Stromnetze bei hohem Anteil erneuerbarer Energien und stark veränderlichen Lastbedingungen. Im Gegensatz zu herkömmlichen netzfolgenden Systemen bieten sie eine intrinsische Spannungs- und Frequenzunterstützung und stärken so die Widerstandsfähigkeit des Systems sowohl in Übertragungs- als auch in Verteilungsnetzen.

Netzstabilisierende Energiespeicher für Anwendungen in allen Szenarien

Die netzstabilisierende Lösung von Kehua ist darauf ausgelegt, alle Szenarien über das gesamte Anwendungsspektrum hinweg abzudecken:

  • Erneuerbare Energien + Speicherung: Stabilisierung von Schwankungen und Verbesserung der Netzunterstützung
  • Standalone-Speicher: Ermöglichung von Frequenz- und Spannungsregelung in schwachen oder Inselnetzen
  • Mikronetz: Unterstützung des Übergangs zwischen Insel- und Netzbetrieb sowie Black-Start-Fähigkeit
  • AIDC-Szenario: Bereitstellung ultraschneller Reaktionszeiten und Durchhalte-Schutz für den KI-gesteuerten Betrieb von Rechenzentren bei Netzstörungen

Expertenmeinungen: Unabhängige Validierung und Brancheneinblicke

Als unabhängige Drittpartei führte der TÜV Rheinland eine umfassende technische Bewertung der netzbildenden Architektur, der Regelungsstrategie und der Leistung von Kehua durch. „Netzbildende Energiespeicher werden für zukünftige Stromversorgungssysteme mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien unverzichtbar. Da sich die Technologie zunehmend etabliert, stärkt eine unabhängige Validierung die technische Glaubwürdigkeit für globale Akteure", sagte Mario Comboni, Global Head of Technology Center of Power Electronics Products Services, TÜV Rheinland Group.

„Die Netzformung ist ein bewährtes Konzept, das seit rund zwei Jahrzehnten weltweit auf Inseln und in abgelegenen Regionen für Systemstabilität bei hohem Anteil erneuerbarer Energien sorgt. In jüngerer Zeit hat sich gezeigt, dass die Netzformungstechnologie unerlässlich sein wird, um dieselben Ziele in allen netzgebundenen Regionen zu erreichen", sagte Andy Colthorpe, Redakteur bei Energy-Storage.news.

„Einzelne Länder und Übertragungsnetzgebiete in Australien, den USA, Deutschland und Großbritannien gehören zu denjenigen, die bereits mit der Einführung voranschreiten, während der europäische Verband der Übertragungsnetzbetreiber, ENTSO-E, technische Standards für die flächendeckende Umsetzung von Grid-Forming-Fähigkeiten in seinen Netzen entwickelt.

„Dennoch sind branchenorientierte Ressourcen, die das Verständnis der mitunter komplexen Anwendungen und der erforderlichen Systemmodellierung fördern, nach wie vor relativ rar. Deshalb ist Energy-Storage.news sehr stolz darauf, in Zusammenarbeit mit Kehua Digital Energy und dem TÜV Rheinland dieses gesponserte Whitepaper für unsere Leser bereitstellen zu können."

Stärkung der globalen Führungsrolle bei netzbildenden Energiespeichern:

Kehua hat bis zum ersten Halbjahr 2026 netzbildende Energiespeicher mit einer Gesamtleistung von über 10 GW bereitgestellt und weltweit mehr als 400 Mikronetzsysteme in Betrieb genommen, darunter Projekte im GW-Maßstab in Asien, Europa und Amerika, die Inseln mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien, abgelegene Bergbaustandorte und Anwendungen in schwachen Netzen umfassen. Damit demonstriert das Unternehmen seine End-to-End-Kompetenz in den Bereichen PCS, Systemintegration und dynamische Netzunterstützung.

Weltweite Veröffentlichung und Zugriff

Das Whitepaper steht ab sofort zum kostenlosen Download auf der offiziellen Website von Kehua Digital Energy sowie auf der Plattform Energy-Storage.news bereit.

Informationen zu Kehua Digital Energy Kehua wurde 1988 gegründet und bietet vielfältige Lösungen in den Bereichen Photovoltaik, Energiespeicherung, Mikronetze und integrierte Energiedienstleistungen an. Bis Ende 2025 überstiegen die weltweiten PV-Installationen von Kehua 68 GW und die Energiespeicherinstallationen 53 GW. Als führender Anbieter von PCS-Systemen (>500 kW) (S&P Global Energy), Tier-1-Anbieter für Energiespeicher und einer der zehn führenden Hersteller von Solarwechselrichtern (BloombergNEF) hat sich Kehua zum Ziel gesetzt, durch innovative Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien die globale Nachhaltigkeit voranzutreiben.

Logo – https://mma.prnewswire.com/media/1904051/Kehua_logo___Red_Logo.jpg 

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Purpurfarbene Busse statt Züge: Deutsche Bahn modernisiert Ostbayerns zentrale Magistrale

15.06.2026

Auf einer der wichtigsten Bahnachsen Ostbayerns ruht für ein halbes Jahr der reguläre Zugverkehr. Die DB InfraGO hat die Korridorsanierung der Strecke Obertraubling–Passau gestartet und die Verbindung weitgehend voll gesperrt. Von diesem Sonntag an bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird die Infrastruktur auf rund 120 Kilometern umfassend erneuert. Das Investitionsvolumen liegt nach Bahnangaben bei rund 1,3 Milliarden Euro inklusive Risikopuffer.

Die Arbeiten schließen unmittelbar an die seit Anfang Februar laufende Generalsanierung der stark befahrenen Strecke Nürnberg–Regensburg an, die bis 10. Juli abgeschlossen sein soll. Auf dem Abschnitt bis Passau erneuert die Bahn Gleise, mehr als 140 Weichen und etwa 90 Kilometer Oberleitungen. Mehrere Stellwerke werden ersetzt oder instand gesetzt, veraltete Relais‑Technik weicht moderner Elektronik. Hinzu kommen eine Eisenbahnüberführung und fünf Personenunterführungen; im Bereich Osterhofen muss an einer Moorstelle nahe der Donau der Untergrund aufwendig verfestigt werden. Acht Bahnhöfe werden modernisiert und mit höheren Bahnsteigen schrittweise barrierefrei ausgebaut – Arbeiten, die bis ins Frühjahr 2027 hineinreichen.

Für Reisende hat die Sanierung gravierende Folgen. Im Nahverkehr richtet die Bahn zusammen mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ein dichtes Netz an Schienenersatzverkehr ein. Rund 90 Busse sind auf sechs Linien unterwegs; sie und die Wegweiser sind in auffälligem Purpur gestaltet, um die Orientierung zu erleichtern. Im Fernverkehr entfallen die Züge zwischen Nürnberg beziehungsweise Regensburg und Passau sowie weiter nach Wien komplett. Fahrgäste Richtung Österreich werden auf Verbindungen über München verwiesen, zusätzliche Züge über Mühldorf und Salzburg sowie ein Ersatzbusangebot für Passauer Fernreisende sollen die Auswirkungen abfedern.

Aus der Politik kommt grundsätzliche Unterstützung, zugleich aber auch der Hinweis auf die Belastungen für Region und Wirtschaft. Der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange betonte, wer eine leistungsfähige, verlässliche Bahn wolle, müsse jetzt entschlossen modernisieren; am Ende profitierten Fahrgäste und Wirtschaftsstandort. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sprach mit Blick auf den kurzen Abstand zur Baustelle Nürnberg–Regensburg von einer zweiten großen Belastung binnen kürzester Zeit für Fahrgäste und Unternehmen in Ostbayern. Für die Bahn ist der Korridor zwischen Regensburg und Passau zugleich Testfeld für die Strategie, ganze Streckenabschnitte in gebündelten Sperrpausen grundlegend zu erneuern, um langfristig die Pünktlichkeit zu verbessern.