NEU-DELHI, 13. September 2026 /PRNewswire/ -- Eine groß angelegte internationale Initiative zur Beschleunigung landwirtschaftlicher Innovationen im gesamten Globalen Süden stand heute in Neu-Delhi im Mittelpunkt, als der Tag der Vereinten Nationen für Süd-Süd-Zusammenarbeit begangen wurde – vor dem Hintergrund zunehmender Belastungen durch Klima-, Wasser- und Ernährungsunsicherheit in den Trockengebieten weltweit.
Die im Rahmen des Global Drylands Congress 2026 abgehaltene Gedenkveranstaltung konzentrierte sich darauf, wie bewährte Lösungen schneller grenzüberschreitend verbreitet werden können – insbesondere zwischen Ländern mit ähnlichen landwirtschaftlichen und klimatischen Bedingungen –, an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden und eine größere Wirkung für Landwirte und Ernährungssysteme erzielen können.
Der Kongress brachte einige der weltweit führenden Agrarwissenschaftler, politische Entscheidungsträger, Forschungsleiter, Entwicklungsinstitutionen, Akteure des Privatsektors und Praktiker zusammen und schuf damit eine hochrangige globale Plattform, um die Zukunft der Trockenlandlandwirtschaft mitzugestalten und die Zusammenarbeit im Globalen Süden zu stärken.
Die Gedenkveranstaltung verdeutlichte die wachsende Reichweite des ICRISAT-Exzellenzzentrums für Süd-Süd-Zusammenarbeit in der Landwirtschaft (ISSCA), einer globalen Plattform, die die Anpassung und den Ausbau bewährter landwirtschaftlicher Lösungen im gesamten Globalen Süden vorantreibt.
ISSCA arbeitet mittlerweile mit 19 Partnern zusammen, hat mehr als 100 bewährte und skalierbare Lösungen ermittelt und über 300 Fachkräfte aus mehr als 40 Ländern unterstützt. Das Portfolio der Organisation umfasst klimaresistente Nutzpflanzen, Boden- und Wassermanagement, digitale Landwirtschaft, Agrarwirtschaft, Ernährung, Existenzgrundlagen und ökologische Nachhaltigkeit.
Dieser Ansatz ist für die Trockengebiete der Welt von besonderer Dringlichkeit, da dort Hunderte Millionen Menschen leben und diese Regionen zu den am stärksten von Klimaschwankungen, Wasserknappheit, Bodendegradation und Ernährungsunsicherheit betroffenen Gebieten zählen. Doch genau diese Regionen entwickeln sich auch zu wichtigen Vorreitern für Innovationen im Bereich der klimaresilienten Landwirtschaft.
Der Dryland Congress wurde gemeinsam vom Indian Council of Agricultural Research (ICAR) und dem International Crops Research Institute for the Semi-Arid Tropics (ICRISAT) organisiert und brachte zwei weltweit renommierte Agrarforschungseinrichtungen zusammen, die auf eine lange Geschichte der Zusammenarbeit in den Bereichen Pflanzenzüchtung, widerstandsfähige Anbausysteme, Management natürlicher Ressourcen und Innovationen für Trockengebiete zurückblicken.
ICAR, eines der weltweit größten nationalen Agrarforschungssysteme, hat bei der Transformation der indischen Landwirtschaft eine zentrale Rolle gespielt und dabei auf fundiertes wissenschaftliches Fachwissen, institutionelle Stärke und umfangreiche Erfahrung zurückgegriffen. ICRISAT, ein CGIAR-Forschungszentrum, verfügt über mehr als fünf Jahrzehnte wissenschaftlicher Führungsrolle in den Trockengebieten Asiens und Afrikas und kann auf eine herausragende Bilanz bei der Förderung der Pflanzenzüchtung, der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungssysteme und des Managements natürlicher Ressourcen verweisen, wobei Forschungsergebnisse in praktische Lösungen für die Ernährungssicherheit und die Sicherung der Lebensgrundlagen umgesetzt werden.
In seiner Ansprache vor dem Kongress erklärte ICRISAT-Generaldirektor Dr. Himanshu Pathak, das Wachstum der ISSCA spiegele eine umfassendere Entwicklung in der Süd-Süd-Zusammenarbeit wider – weg vom reinen Wissensaustausch hin zu praktischen Wegen für die Umsetzung und Wirkungsentfaltung.
„Anstatt Lösungen in jedem Land neu zu entwickeln, verbindet ISSCA bewährte Innovationen mit Institutionen, Partnern und Anbausystemen, in denen diese schneller angepasst und in größerem Maßstab umgesetzt werden können.
Der Global Drylands Congress hat diesen Weg gestärkt, indem er Wissenschaft, Politik, Partnerschaften und Investitionen zusammengeführt hat, um bewährte Lösungen in groß angelegte Wirkung umzusetzen", sagte Dr. Pathak.
Dr. M.L. Jat, Sekretär der DARE und Director General des ICAR, betonte, dass die Zukunft der Landwirtschaft zunehmend davon abhängen werde, dass Länder und Institutionen grenzüberschreitend zusammenarbeiten.
„Sie wird davon geprägt sein, was wir bereit sind zu teilen, was wir voneinander lernen können und wie entschlossen wir Partnerschaften aufbauen, die wissenschaftliche Erkenntnisse in Lösungen für Landwirte umsetzen.
Die Partnerschaft zwischen ICAR und ICRISAT ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was eine nachhaltige Zusammenarbeit bewirken kann, und für das weitreichende Potenzial der Süd-Süd-Zusammenarbeit", sagte Dr. Jat.
Der Höhepunkt der Gedenkveranstaltung war die Verabschiedung der „Delhi-Erklärung zu Trockengebieten", in der das gemeinsame Ziel dargelegt wurde, die Süd-Süd-Zusammenarbeit zu stärken, die Einführung und Ausweitung bewährter Innovationen zu beschleunigen, institutionelle Partnerschaften zu vertiefen und die Trockengebiete der Welt als Landschaften der Widerstandsfähigkeit, der Chancen und des nachhaltigen Wachstums neu zu positionieren.
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Eine Podiumsdiskussion der Wiener FPÖ zum Titel „Der Preis des Klimakommunismus – Wer zahlt die Zeche?“ sorgt in der Stadtpolitik für erheblichen Wirbel. Die Freiheitliche Akademie Wien, das Freiheitliche Bildungsinstitut und der FPÖ-Rathausklub laden am 6. Oktober in die Volkshalle des Wiener Rathauses und holen dafür James Taylor, Präsident des US-amerikanischen Heartland Institute, nach Wien. Taylor gilt seit Jahren als prominenter Akteur der internationalen Szene, die den menschengemachten Klimawandel in Zweifel zieht, und steht seit Langem in der Kritik, weil seine Organisation nachweislich Geld aus der fossilen Industrie erhalten hat.
Auf dem Podium sollen neben Taylor der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp, Gerald Zmuegg von der Freiheitlichen Wirtschaft Wien sowie der Unternehmer und Politblogger Gerald Markel diskutieren. Eröffnet wird der Abend vom Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss. Inhaltlich bedient die FPÖ damit ein Narrativ, das sie seit geraumer Zeit in der Klimadebatte verwendet: Klimaschutzmaßnahmen werden als „Klimakommunismus“ adressiert und damit als ideologisch motivierte, wirtschaftlich schädliche Eingriffe gerahmt. Im Zentrum der Veranstaltung steht laut Ankündigung nicht die Abrechnung mit den Kosten der aktuellen Klimaauswirkungen, sondern mit jenen einer ambitionierten Klimapolitik.
Die Einladung Taylors fällt in ein Jahr, das in Europa und Österreich von außergewöhnlichen Wetterextremen geprägt ist. 2026 brachte neue Temperaturrekorde, eine hohe Zahl an Hitzetagen und Tropennächten und eine sich seit dem Frühjahr verschärfende Trockenheit. In der Landwirtschaft werden die Hitzeschäden europaweit auf 14 bis 17 Milliarden Euro geschätzt, für Österreich beziffert die Hagelversicherung den Dürreschaden auf rund 1 Milliarde Euro. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) meldet zudem eine Rekordzahl an Hitzetoten: Im Juni und Juli starben demnach 646 Menschen in Österreich an den Folgen der Hitze. Vor diesem Hintergrund kritisieren Gegner der Veranstaltung, die FPÖ ignoriere die realen Kosten und Risiken der Erderwärmung, während sie über vermeintliche Kosten von Klimapolitik diskutieren lässt.
Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) distanzierte sich in einer Stellungnahme deutlich von der inhaltlichen Ausrichtung des Abends. Die Stadt bekenne sich zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen über den menschengemachten Klimawandel und zu einer verantwortungsvollen Klimapolitik, betonte er. Positionen, die Klimaschutz pauschal als „Klimakommunismus“ diffamieren, lehne er ausdrücklich ab. Zugleich verwies Ludwig auf die Rolle des Rathauses als „Haus der Demokratie“: Den im Gemeinderat vertretenen Fraktionen stünden grundsätzlich Räumlichkeiten für Veranstaltungen zur Verfügung. Kritik kam auch von den Wiener Grünen, deren Vorsitzender Peter Kraus die Einladung Taylors als „Verhöhnung“ der Bevölkerung bezeichnete, die mit den Folgen von Hitze und Dürre konfrontiert sei, und den Bürgermeister aufforderte, zu prüfen, ob für eine derartige Veranstaltung tatsächlich Räume im Rathaus zur Verfügung gestellt werden sollten.