Polar, ein Unternehmen im Portfolio von H.I.G. Capital, schließt eine rekordverdächtige Anleiheemission in den nordischen Ländern im Umfang von 800 Millionen Euro ab

02.06.2026

LONDON, 2. Juni 2026 /PRNewswire/ -- H.I.G. Capital („H.I.G."), eine weltweit führende Gesellschaft für alternative Anlagen mit einem verwalteten Kapital von 75 Milliarden US-Dollar, gibt bekannt, dass ihr Portfoliounternehmen, die PolarDC Group Limited („Polar" oder das „Unternehmen"), über ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft PolarDC Finance NO1 AS erfolgreich eine vorrangig besicherte Anleihe im Wert von 800 Millionen Euro auf dem nordischen Anleihemarkt begeben hat. Diese wegweisende Transaktion stellt einen neuen Rekord hinsichtlich des Transaktionsvolumens auf dem nordischen Markt dar und festigt die führende Marktposition von Polar als Entwickler, Eigentümer und Betreiber von europäischer Rechenzentrumsinfrastruktur, die auf Hochleistungsrechneranwendungen ausgerichtet ist.

Der Erlös aus der Anleihe wird zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten für das erste Rechenzentrum des Unternehmens in Drangedal, Norwegen, sowie zur Fertigstellung von zwei weiteren Rechenzentren verwendet, deren Fertigstellung für 2026 bzw. 2027 vorgesehen ist. Die Transaktion stieß bei institutionellen Anlegern aus aller Welt auf großes Interesse und war deutlich überzeichnet.

Andy Hayes, CEO von Polar, erklärte: „Diese Finanzierung stellt einen entscheidenden Meilenstein dar, da Polar sich zu einer der führenden Rechenzentrumsplattformen Europas entwickelt und eine Infrastruktur aufbaut, die für KI- und Hochleistungs-Computing-Anwendungen gerüstet ist. Wir verzeichnen weiterhin ein deutliches Nachfragewachstum bei Neocloud-, Hyperscale- und Unternehmenskunden für die speziell auf diese Anforderungen zugeschnittenen Einrichtungen von Polar und freuen uns darauf, die soliden Partnerschaften, die wir mit den führenden Kunden, Lieferanten und zukünftigen Standorten der Branche aufgebaut haben, weiter auszubauen."

Andrew Liau, Head of Europe Infrastructure bei H.I.G., erklärte: „Wir sind begeistert von dieser Transaktion und der Bestätigung, die uns durch die Beteiligung führender institutioneller Investoren zuteilwird. Seit der ersten Investition von H.I.G. ist Polar rasch gewachsen, um der Kundennachfrage gerecht zu werden, und hat eine umfangreiche Entwicklungspipeline in ganz Europa umgesetzt. Diese Emission spiegelt die Qualität des Unternehmens wider."

Arctic Securities und DNB Carnegie fungierten in Verbindung mit der Emission als Joint Bookrunners. Thommessen und Wikborg Rein fungierten als Berater des Emittenten bzw. der Joint Bookrunners.

Informationen zu Polar

Polar entwickelt und betreibt nachhaltige, leistungsstarke Rechenzentren, die für KI-Anwendungen und rechenintensive Workloads mit hoher Dichte optimiert sind. Das Unternehmen ist auf die Errichtung energieeffizienter Anlagen spezialisiert, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, und bedient damit den wachsenden Bedarf von KI- und Technologieunternehmen in ganz Europa. Weitere Informationen finden Sie unter polardc.com.

Informationen zu H.I.G. Capital

H.I.G. Capital ist eine weltweit führende Gesellschaft für alternative Anlagen mit einem verwalteten Kapital von 75 Milliarden US-Dollar.* Mit Hauptsitz in Miami und Niederlassungen in Atlanta, Boston, Chicago, Los Angeles, New York, San Francisco und Stamford in den Vereinigten Staaten sowie internationalen Tochtergesellschaften in Hamburg, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, Paris, Bogotá, Rio de Janeiro, Dubai und Hongkong ist H.I.G. darauf spezialisiert, mittelständischen Unternehmen Fremd- und Eigenkapital zur Verfügung zu stellen, wobei ein flexibler und operativ ausgerichteter Ansatz mit Wertschöpfung verfolgt wird:

  • Die Equity-Fonds von H.I.G. investieren in Management-Buy-outs, Rekapitalisierungen und Ausgliederungen sowohl profitabler als auch leistungsschwacher Produktions- und Dienstleistungsunternehmen.
  • Die Fremdkapitalfonds von H.I.G. investieren in vorrangige Finanzierungen, Unitranche- sowie nachrangige Fremdfinanzierungen für Unternehmen unterschiedlicher Größenklassen, sowohl im Primärmarkt (direkte Origination) als auch an den Sekundärmärkten. H.I.G. verwaltet zudem eine börsennotierte Beteiligungsgesellschaft, WhiteHorse Finance.
  • Die Immobilienfonds von H.I.G. investieren in wertsteigernde Immobilien, die von verbesserten Asset-Management-Verfahren profitieren können.
  • H.I.G. Infrastructure konzentriert sich auf Investitionen mit Wertsteigerungspotenzial sowie Core-Plus-Investitionen im Infrastruktursektor.

Seit der Gründung im Jahr 1993 hat H.I.G. weltweit in mehr als 400 Unternehmen investiert und diese verwaltet. Das aktuelle Portfolio der Firma umfasst mehr als 100 Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von über 53 Milliarden US-Dollar. Weitere Informationen finden Sie auf der H.I.G.-Website hig.com.

*Basierend auf dem gesamten von H.I.G. Capital und seinen verbundenen Unternehmen eingeworbenen Kapital.

Kontakt:

Andrew Liau

Managing Director

Head of Europe Infrastructure

aliau@hig.com

Michael Pothitos

Managing Director

mpothitos@hig.com

Philippe de Limburg Stirum

Managing Director

plimburg@hig.com

H.I.G. Capital

10 Grosvenor Street

2nd Floor

London W1K 4QB

Vereinigtes Königreich

Tel.: +44 (0) 207 318 5700

hig.com

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Weitere Betrugsvorwürfe gegen René Benko im Signa-Komplex

15.06.2026

Im Insolvenzkomplex rund um den einstigen Signa-Konzern steht Firmengründer René Benko vor einem weiteren Strafverfahren. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat beim Landesgericht Innsbruck erneut Anklage wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen (betrügerischer Krida) eingebracht. Der 49‑jährige Investor befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung, Benko bestreitet sämtliche Vorwürfe.

Kern des aktuellen Verfahrens ist eine Garantieerklärung gegenüber einem Investor beziehungsweise den Vertretern einer Privatstiftung, hinter der nach Medienangaben der frühere Strabag‑Chef Hans-Peter Haselsteiner stehen dürfte. Nach Darstellung der WKStA soll Benko eine „wahrheitswidrige Garantie“ abgegeben und die Stiftung dadurch um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Konkret sollen die vertretungsbefugten Organe der Stiftung durch die Erklärung dazu veranlasst worden sein, etwa 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding zu überweisen und auf die Rückforderung weiterer rund 1,7 Millionen Euro zu verzichten.

Der Garantie zufolge sei der Privatstiftung eine Zahlung von in Summe rund fünf Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 zugesichert worden. Diese Rückzahlung sei jedoch ausgeblieben, so die Anklagebehörde. Dadurch soll die Stiftung in Millionenhöhe geschädigt und im Gegenzug die Signa Holding sowie eine weitere Gesellschaft unrechtmäßig bereichert worden sein. Neben dieser angeblichen Falschgarantie wirft die WKStA Benko vor, im Zuge der Signa-Insolvenz sowie seiner persönlichen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von rund 80.000 Euro vor den Gläubigern verborgen zu haben und damit deren Befriedigung vereitelt zu haben.

Benko war über zwei Jahrzehnte eine der prominentesten Unternehmerfiguren im deutschsprachigen Raum. Mit einem dicht verschachtelten Geflecht aus Immobilien- und Handelsbeteiligungen baute er das Signa-Imperium auf, zu dem zeitweise auch die deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof gehörten. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und aggressive Zukäufe trugen letztlich zur Insolvenz des Konzerns bei. Im weitläufigen Signa-Komplex wird der ehemalige Milliardär von der WKStA unter anderem wegen Betrugs, Untreue und Bankrotts verdächtigt; weitere Anklagen hält die Behörde für möglich.

Der Investor ist bereits in zwei ähnlichen Verfahren verurteilt worden, beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 verhängte ein Gericht eine zweijährige Haftstrafe, im Dezember desselben Jahres folgte wegen Schädigung von Gläubigern eine weitere Verurteilung zu 15 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Parallel dazu laufen mehrere Ermittlungsstränge, die auch andere frühere Führungskräfte aus dem Signa-Umfeld betreffen. Die jetzige Anklage erhöht den juristischen Druck auf Benko weiter und dürfte die Aufarbeitung einer der spektakulärsten Unternehmenspleiten im deutschsprachigen Raum zusätzlich in die Länge ziehen.