HAMBURG, Deutschland, 17. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Unabhängige europäische Studien, die auf der CTAD 2025 und ADPD2026 vorgestellt wurden, bestätigten, dass das HISCL™ p-Tau217 RUO* und das HISCL™ Aβ42/40 Verhältnis eine hohe Genauigkeit bei der frühzeitigen Erkennung Aβ-Pathologie aufweisen. Bei einer routinemäßigen Blutentnahme liegen die Ergebnisse in nur 17 Minuten vor.

Sysmex Europe SE hat die Verfügbarkeit des HISCL™ein voll automatisiertes Immunassay-Systems für Alzheimer Biomarker Tests im Blut bekannt gegeben, das eine schnelle, nicht-invasive Alternative zu den herkömmlichen Liquor und PET basierten Verfahren darstellt. Unterstützt durch klinische Daten von unabhängigen Forschungszentren ist die HISCL™ Plattform jetzt für den Laborgebrauch verfügbar, wobei der CE-IVD-gekennzeichnete Aβ42/40-Test und der HISCL™ p-Tau217 RUO* als Research Use Only (RUO) Test verfügbar sind.
Die Ergebnisse wurden kürzlich auf der Clinical Trials on Alzheimer's Disease (CTAD) und der ADPD Alzheimer's & Parkinson's Disease Conference vorgestellt und zeigen eine starke analytische und diagnostische Leistungsfähigkeit in Bezug auf Sensitivität, Spezifität und prädiktive Werte unter Verwendung einer standardmäßigen venösen Blutprobe.
Diagnostische Lücke
Trotz der Fortschritte in der Forschung werden mehr als 90 % der Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) in der Primärversorgung nicht oder falsch diagnostiziert, und sie werden häufig erst spät im Krankheitsverlauf erkannt, nachdem die Möglichkeiten für eine frühzeitige Intervention eingeschränkt oder ausgeschlossen sind. Die Lumbalpunktion ist invasiv und ressourcenintensiv und stellt somit ein Hindernis für Kliniker dar, während die PET-Bildgebung teuer und nicht überall verfügbar ist.
Blut-Biomarker werden weithin als nächster Schritt zur Schließung dieser Lücke anerkannt. Eine zuverlässige Messung von Blut-Biomarkern erfordert jedoch hochempfindliche Technologien, die in der Lage sind, im Rahmen von Routineabläufen zuverlässige Ergebnisse zu liefern, ohne dass eine spezielle Infrastruktur oder eine besondere Handhabung erforderlich ist.
Unabhängig validiert von führenden Forschungszentren
Die diagnostische Leistung der HISCL™ Plattform wurde von führenden Forschungszentren - dem Neurochemistry Laboratory, Amsterdam UMC, unter der Leitung von Professor Charlotte Teunissen, und der Sant Pau Memory Unit, Hospital de la Santa Creu i Sant Pau, Barcelona - von Dr. Daniel Alcolea unabhängig voneinander validiert, wobei jeweils unterschiedliche Patientengruppen und Referenzmethoden verwendet wurden.
In allen Studien erreichten der HISCL™ p-Tau217 RUO* das HISCL™ p-Tau217 RUO* /Aβ42-Verhältnis durchgängig AUROC-Werte von über 0,90 und überzeugten mit einer starken Leistung bei Sensitivität, Spezifität, PPV und NPV. Die Ergebnisse sprechen für den Einsatz der HISCL™ Plattform als initiales Triage-Tool für Alzheimer-bedingte Amyloid-Pathologie sowohl in der Forschung als auch im klinischen Umfeld.
HISCL™ Plattform
Das HISCL™ System wurde für den praktischen Einsatz im klinischen Labor entwickelt, und erfordert keine spezielle Infrastruktur für die Alzheimer Diagnostik. Er lässt sich in bestehende automatisierte Abläufe integrieren und eine präanalytische Voraussetzung ist lediglich eine standardisierte Blutentnahme.
Wesentliche Merkmale:
Alain Baverel, CEO, Sysmex Europe SE, sagte:
Für Kliniker und Laborteams, die Patientinnen und Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen betreuen, ist die Diagnosestellung oft mit invasiven und langwierigen Verfahren verbunden. Die HISCL™-Plattform schafft hier einen neuen Standard: eine einfache Blutabnahme und ein klinisch relevantes, hoch reproduzierbares Ergebnis in nur 17 Minuten nach Beginn der Analyse. Damit unterstützen wir Krankenhäuser, Gedächtnisambulanzen und Labore in der gesamten EMEA-Region bei einer schnelleren und effizienteren Diagnostik.
Weitere technische Spezifikationen, Zusammenfassungen der klinischen Nachweise und Informationen über den Zugang zu den HISCL™ Biomarker Assays für Alzheimer finden Sie unter: Alzheimer-Krankheit.
Pressekontakt:
Sysmex Europe SE
Unternehmenskommunikation
Frau Saki Aoyagi
Frau Vivien Wieland
pr@sysmex-europe.com
www.sysmex-europe.com
*HISCL™ p-Tau217 Assay-Kit für Forschungszwecke, jegliche diagnostische Verwendung ist nicht durch den gesetzlichen Hersteller Sysmex Corporation validiert.
Foto: https://mma.prnewswire.com/media/2977798/Sysmex_Alzheimers.jpg
Logo: https://mma.prnewswire.com/media/2976627/Sysmex_Logo.jpg

View original content:https://www.prnewswire.com/de/pressemitteilungen/sysmex-fuhrt-die-hiscl-plattform-ein-die-schnelle-skalierbare-analysen-aus-blut-fur-die-alzheimerkrankheit-ermoglicht-302800080.html
Der Asbest-Skandal rund um mehrere Steinbrüche im Burgenland entwickelt sich zu einer Milliardenbelastung für die öffentliche Hand. Nach einer neuen Berechnung der Umweltorganisation Greenpeace wird der materielle Schaden durch Entsorgung und Sanierung mindestens 1,6 Milliarden Euro betragen. Betroffen sind nicht nur das Burgenland, sondern auch Teile der Steiermark, Niederösterreichs sowie Gebiete in Ungarn, in die asbesthaltiges Material geliefert oder verbaut wurde.
Grundlage der Kostenschätzung ist die Annahme, dass seit 1990 rund 26 Millionen Tonnen asbesthaltiges Gestein aus vier Steinbrüchen abgebaut wurden. Greenpeace geht davon aus, dass etwa 20 Millionen Tonnen kurz- oder langfristig auf Asbestdeponien landen werden, während der Rest als Straßenunterbau, Fundamente oder in privaten Gärten in der Umwelt verbleibt und kaum mehr rückholbar ist. Rund 20 Prozent des Abfalls sollen in Form von asbesthaltigem Asphalt anfallen, dessen Deponierung besonders aufwendig ist und künftige Straßensanierungen über Jahrzehnte verteuern dürfte.
Mindestens drei Viertel der veranschlagten 1,6 Milliarden Euro entfallen laut Greenpeace auf die Entsorgung des Materials, der Rest auf Sanierungen. Für die Rechnung wurde ein Entsorgungspreis von lediglich 50 Euro je Tonne angesetzt – etwa die Hälfte des vor Bekanntwerden des Skandals üblichen Marktpreises. Diese Kalkulation sei nur zu halten, wenn rasch neue, sichere und kostengünstige Deponien errichtet werden, etwa in bereits geschlossenen Steinbrüchen, argumentiert Greenpeace. Andernfalls könnten sich die Gesamtkosten nach Einschätzung der Organisation auf mindestens das Doppelte erhöhen.
Die von Greenpeace genannten Summen übersteigen die Umsätze der betroffenen Steinbruchbetreiber deutlich und dürften auch die finanziellen Möglichkeiten des Landes Burgenland überfordern. Die Umweltorganisation drängt daher auf ein Eingreifen des Bundes und fordert, Mittel aus der Katastrophenhilfe bereitzustellen und einen Rahmen für eine kostengünstige Entsorgung zu schaffen. Zugleich verweist sie auf die Verantwortung des zuständigen Umweltministers, für ausreichend Deponiekapazitäten zu sorgen, um Kostenrisiken zu begrenzen und die logistisch aufwendige Räumung der asbestbelasteten Materialien langfristig planbar zu machen.