LYON, Frankreich, 29. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Forscher, Ingenieure und Unternehmer aus der ganzen Welt sind eingeladen, sich zu bewerben; die siegreichen Innovationen erhalten 1 Million Euro, um den industriellen Maßstab zu erreichen. Team for the Planet wurde 2020 in Lyon gegründet und vertritt eine Überzeugung: Dekarbonisierung muss ein solides Geschäft sein – sowohl für Investoren als auch für Innovatoren.

„Wir brauchen bedeutende Innovationen, um die Wirtschaft strukturell zu dekarbonisieren. Die meisten davon gibt es bereits, aber sie werden nicht in großem Maßstab umgesetzt", bemerkt Jean Jouzel, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des IPCC. Das Ziel ist es, überall auf der Welt Technologien zu identifizieren, die Emissionen massiv senken, und sie so zu unterstützen, dass sie sich auf dem Markt durchsetzen können.
Mehr als nur ein Scheck
Über das Kapital hinaus werden die Gewinner mit einer erfahrenen Führungskraft zusammengebracht, um das Unternehmen gemeinsam zu leiten, sie erhalten Zugang zu einem 133.000 Mitglieder starken Aktionärsnetzwerk und nutzen ein Modell mit offener Lizenz, das die Rentabilität eines Projekts bereits verzehnfacht hat. Die Teilnahmeberechtigung ist universell – unabhängig von Nationalität oder Rechtsform –, vorausgesetzt, die Innovation hat messbare Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen in Höhe von mehreren Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent pro Jahr.
Ein Auswahlverfahren wie kein anderes
Jede Bewerbung durchläuft 10.000 geschulte ehrenamtliche Gutachter, einen unabhängigen wissenschaftlichen Ausschuss aus 14 Experten (CNRS, CEA, INRAE, École Polytechnique), 13 Private-Equity-Experten und eine abschließende Abstimmung der Aktionäre. Seit 2020 sind aus mehr als 1.700 Vorschlägen 14 Unternehmen in den Bereichen Energie, Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und Bauwesen hervorgegangen.
Den Planeten zu retten zahlt sich aus
Seit dem 1. Januar 2026 werden die Anteile, deren Wert einst auf 1 € begrenzt war, jährlich entsprechend dem tatsächlichen Wert des Portfolios neu bewertet – mit einer weltweiten Premiere: Gewinne werden erst dann verbucht, wenn die Klimaziele eines Unternehmens erreicht sind. Die Zahlen sprechen für sich: 41 Millionen € wurden in fünf Jahren eingesammelt – Europas größte Crowdfunding-Kampagne –, die nun Risikokapital und institutionelle Investoren anzieht.
„Eine Tonne vermiedenes CO₂ ist zu einem wirtschaftlichen Vermögenswert geworden. „Der Gewinner erhält keinen Preis— er wird die erste Finanzierungsrunde eines zukünftigen weltweit führenden Unternehmens im Bereich der Dekarbonisierung unterzeichnen." — Mehdi Coly, Gründer
Informationen zur Bewerbung: https://1-million-planet.com/fr •
Bekanntgabe des Gewinners: Dezember • Preis: 1.000.000 € in Form von Eigenkapital + unternehmerische Unterstützung
Informationen zu Team for the Planet
Eine 2020 in Lyon gegründete gemeinnützige Kommanditgesellschaft, die von der französischen Regierung und Investoren wie der Familie Mulliez und der Duval Group unterstützt wird. Sie zählt 133.000 Aktionäre, hat 41 Millionen Euro eingesammelt und unterstützt 14 Unternehmen mit dem Ziel, auf 100 zu kommen. Die Leistung wird in Klimadividenden gemessen: Eine Dividende entspricht einer Tonne vermiedenem CO₂.
Logo – https://mma.prnewswire.com/media/3001102/TEAM_FOR_THE_PLANET_Logo.jpg
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Im Insolvenzkomplex rund um den einstigen Signa-Konzern steht Firmengründer René Benko vor einem weiteren Strafverfahren. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat beim Landesgericht Innsbruck erneut Anklage wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen (betrügerischer Krida) eingebracht. Der 49‑jährige Investor befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung, Benko bestreitet sämtliche Vorwürfe.
Kern des aktuellen Verfahrens ist eine Garantieerklärung gegenüber einem Investor beziehungsweise den Vertretern einer Privatstiftung, hinter der nach Medienangaben der frühere Strabag‑Chef Hans-Peter Haselsteiner stehen dürfte. Nach Darstellung der WKStA soll Benko eine „wahrheitswidrige Garantie“ abgegeben und die Stiftung dadurch um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Konkret sollen die vertretungsbefugten Organe der Stiftung durch die Erklärung dazu veranlasst worden sein, etwa 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding zu überweisen und auf die Rückforderung weiterer rund 1,7 Millionen Euro zu verzichten.
Der Garantie zufolge sei der Privatstiftung eine Zahlung von in Summe rund fünf Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 zugesichert worden. Diese Rückzahlung sei jedoch ausgeblieben, so die Anklagebehörde. Dadurch soll die Stiftung in Millionenhöhe geschädigt und im Gegenzug die Signa Holding sowie eine weitere Gesellschaft unrechtmäßig bereichert worden sein. Neben dieser angeblichen Falschgarantie wirft die WKStA Benko vor, im Zuge der Signa-Insolvenz sowie seiner persönlichen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von rund 80.000 Euro vor den Gläubigern verborgen zu haben und damit deren Befriedigung vereitelt zu haben.
Benko war über zwei Jahrzehnte eine der prominentesten Unternehmerfiguren im deutschsprachigen Raum. Mit einem dicht verschachtelten Geflecht aus Immobilien- und Handelsbeteiligungen baute er das Signa-Imperium auf, zu dem zeitweise auch die deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof gehörten. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und aggressive Zukäufe trugen letztlich zur Insolvenz des Konzerns bei. Im weitläufigen Signa-Komplex wird der ehemalige Milliardär von der WKStA unter anderem wegen Betrugs, Untreue und Bankrotts verdächtigt; weitere Anklagen hält die Behörde für möglich.
Der Investor ist bereits in zwei ähnlichen Verfahren verurteilt worden, beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 verhängte ein Gericht eine zweijährige Haftstrafe, im Dezember desselben Jahres folgte wegen Schädigung von Gläubigern eine weitere Verurteilung zu 15 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Parallel dazu laufen mehrere Ermittlungsstränge, die auch andere frühere Führungskräfte aus dem Signa-Umfeld betreffen. Die jetzige Anklage erhöht den juristischen Druck auf Benko weiter und dürfte die Aufarbeitung einer der spektakulärsten Unternehmenspleiten im deutschsprachigen Raum zusätzlich in die Länge ziehen.