Der erste Interoperabilitätsindex von Thunes und Juniper Research zeigt, dass sich lokale Netzwerke zwar weiterentwickeln, viele grenzüberschreitende Zahlungen jedoch in einer globalen Sackgasse stecken bleiben
AMSTERDAM, 2. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Mehr als eine Milliarde Menschen warten immer noch tagelang auf den Eingang internationaler Gelder, obwohl 50 % der Empfänger Schnelligkeit als oberste Priorität angeben. Ein neuer Bericht von Thunes und Juniper Research zeigt eine auffällige Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Verbraucher und der Realität langsamer, fragmentierter grenzüberschreitender Netze.
Der Bericht weist auch auf einen kritischen blinden Fleck im Finanzsektor hin: Die lokalen Zahlungssysteme sind zwar schneller und fortschrittlicher als je zuvor, aber diese Innovation macht an der Grenze halt. Die grenzüberschreitende Interoperabilität – die Fähigkeit, Geld unabhängig von der geografischen Lage oder den zugrunde liegenden Systemen reibungslos über die Grenzen hinweg zu bewegen – ist nach wie vor ungelöst.
Um diese Lücken aufzuzeigen, hat der Thunes Cross-Border Payments Interoperability Index, der zusammen mit Juniper Research veröffentlicht wurde, 50 Länder unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse zeigen starke regionale Unterschiede, aber auch einen roten Faden quer über den Globus: Ein Mangel an Interoperabilität wirkt sich auf alle Regionen aus, was beweist, dass ein starker nationaler Fortschritt nicht automatisch eine nahtlose internationale Konnektivität garantiert.
Das regionale Bild: Innovation ohne Verbindung nach außen
Wachsende Akzeptanz von mobilen Geldbörsen
Der Bericht bestätigt auch, dass sich die Art und Weise, wie Menschen internationale Zahlungen senden und empfangen, stark verändert hat:
Trotz dieses Wandels sind Banken nach wie vor tief in die Abwicklungsinfrastruktur eingebettet, was die Notwendigkeit einer besseren Integration zwischen den Finanzökosystemen unterstreicht.
Stablecoins: Vertrauen und Regulierung als letzte Hürde
Während nur 11 % der Menschen weltweit normalerweise Kryptowährungsplattformen nutzen, um Geld ins Ausland zu schicken, zeigen bestimmte Märkte ein großes Interesse an digitalen Vermögenswerten:
Mathieu Limousi, Chief Marketing Officer bei Thunes, sagte: „Wir sind Zeugen eines großen Widerspruchs im globalen Finanzwesen: Der Zahlungsverkehr im Inland hat sich zu einem Schnellverfahren entwickelt, doch allzu oft gerät die Innovation ins Stocken, sobald das Geld eine Grenze erreicht. Unser Interoperabilitätsindex beweist, dass es beim Kampf um die globale finanzielle Eingliederung nicht darum geht, mehr Infrastruktur zu bauen, sondern darum, das Bestehende zu verbinden. Mobile Geldbörsen, digitale Vermögenswerte und traditionelle Banken verbreiten sich zwar schnell, aber sie arbeiten als isolierte Inseln. Echte finanzielle Mobilität wird es nur geben, wenn wir diese unverbundenen Netze zwingen, miteinander zu kommunizieren und dafür sorgen, dass die Technologie nicht an der Grenze Halt macht."
Nick Maynard, VP of Research bei Juniper Research, fügte hinzu: „Die Daten zeigen einen klaren strukturellen Stillstand. Grenzüberschreitende Reibungsverluste sind nicht länger ein lokales Problem der Zahlungssysteme, sondern eine globale Interoperabilitätskrise. Während die inländische Infrastruktur Echtzeitgeschwindigkeiten erreicht hat, sind die internationalen Verbindungen zwischen ihnen nach wie vor stark fragmentiert. Selbst in technisch fortschrittlichen Märkten scheitert der globale Zahlungsverkehr immer noch an der letzten Meile, weil verschiedene Finanzsysteme nicht nahtlos zusammenarbeiten können.
Laden Sie eine vollständige Kopie des Berichts herunter: The Thunes Cross-border Payments Interoperability Index.
Methodik
Der Bericht basiert auf einer Online-Verbraucherumfrage, die von Juniper Research im April 2026 unter 6.763 Befragten in 10 Ländern durchgeführt wurde: die USA, Brasilien, das Königreich Saudi-Arabien, China, Indien, die Philippinen, das Vereinigte Königreich, Deutschland, Südafrika und Nigeria. Der Interoperabilitätsindex bewertet 50 Märkte anhand eigener Umfragedaten und etablierter Benchmarks, darunter die Global Findex Database 2025 der Weltbank und Daten zu den Überweisungskosten der Weltbank.
Informationen zu Thunes
Weitere Informationen finden Sie auf: https://www.thunes.com.
Informationen zu Juniper Research
Weitere Informationen finden Sie auf: www.juniperresearch.com.
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Die Wolftank Group hat auf ihrer ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2026 den Kurs für die nächsten Jahre abgesteckt und zugleich die Kapitalmarktkompetenz im Aufsichtsrat ausgebaut. Die Aktionäre des auf Umwelttechnologien und emissionsfreie Infrastrukturlösungen spezialisierten Unternehmens stimmten allen zur Beschlussfassung vorgelegten Tagesordnungspunkten zu. Zentrale Themen waren die Präsentation des Jahresergebnisses 2025, die neue Wachstumsstrategie „GreenLead 2030“ sowie eine Satzungsänderung zur Erweiterung des Aufsichtsrats.
Mit „GreenLead 2030“ peilt die Wolftank Group nach Unternehmensangaben einen Umsatz von 250 Millionen Euro und eine EBITDA-Marge von zwölf Prozent an. Nach der Vorstellung der Ergebnisse für 2025 folgte die Hauptversammlung dem Vorschlag des Vorstands, den im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 ausgewiesenen Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. Zugleich wurden Vorstand und Aufsichtsrat für das abgelaufene Geschäftsjahr entlastet, was als Vertrauensbeweis der Aktionäre in die Unternehmensführung gewertet werden kann.
Strukturell stellte Wolftank die Weichen über eine Satzungsänderung, mit der die Höchstzahl der Aufsichtsratsmitglieder von fünf auf sechs angehoben wurde. Neben den bisherigen Mitgliedern Dr. Andreas Aufschnaiter (Vorsitz), Dr. Peter Podesser (stellvertretender Vorsitz), Dr. Peter Werth, David Hofmann und Raphaela Lindlbauer wurde erstmals Marcel Maschmeyer in das Kontrollgremium gewählt. Damit wird das Gremium um eine zusätzliche Stimme mit ausgewiesener Expertise im Investment- und Kapitalmarktbereich ergänzt.
Maschmeyer ist Vorstand der Paladin Langfrist KGaA und Geschäftsführer der Paladin Invest GmbH. Das auf börsennotierte Small- und Mid-Cap-Unternehmen spezialisierte Investmenthaus Paladin hat sein Engagement bei der Wolftank Group im vergangenen Jahr deutlich erhöht und zählt inzwischen zu den größten Aktionären des Unternehmens. Mit dem Einzug des Paladin-Vertreters in den Aufsichtsrat bindet Wolftank einen wichtigen Investor enger ein und verstärkt zugleich das Profil des Unternehmens gegenüber dem Kapitalmarkt.