PEKING, 22. September 2026 /PRNewswire/ -- Eine der beliebtesten Traditionen im Zusammenhang mit dem Mittherbstfest ist die Legende von Chang'e, die, um den Lehrling ihres Mannes, Peng Meng, daran zu hindern, ein Elixier der Unsterblichkeit zu stehlen, dieses selbst trinkt und zum Mond fliegt. Die früheste vollständige Überlieferung dieser Legende findet sich in dem aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. stammenden philosophischen Text Huainanzi. Das Werk, eine Sammlung von Aufsätzen auf Grundlage gelehrter Debatten am Hof Liu Ans, des Prinzen von Huainan, enthält zudem die erste systematische Aufzeichnung der jieqi – der 24 Jahresabschnitte, die in China seit der Antike zur Vorhersage von Wetterveränderungen und als Orientierung für die Landwirtschaft dienen.
Als Austragungsort der diesjährigen CMG Mid-Autumn Festival Gala greift Huainan auf sein reiches kulturelles Erbe zurück, um einen unvergesslichen Abend voller Feierlichkeiten und familiärer Zusammenkünfte zu gestalten. Die Stadt liegt am Ufer des Huai-Flusses in der Provinz Anhui und bietet eine bezaubernde und romantische Kulisse für einen Abend voller Musik und Unterhaltung im Schein des Vollmonds. Bei den Aufführungen kommen zudem modernste Technologien wie KI, Robotik und Drohnen zum Einsatz, um die Traditionen des Mittherbstfestes für ein weltweites Publikum neu zu interpretieren.
Zu den Höhepunkten des Abends zählen ein Duett der britischen Sängerin Sarah Brightman und Zhou Shen aus China zu „The Music of the Night" sowie eine Darbietung von „Clair De Lune" und „May We All Be Blessed with Longevity" durch den Pipa-Virtuosen Fang Jinlong, die kroatische Cellistin Ana Rucner sowie den deutschen Pianisten Oskar Roman Jezior. Ebenfalls dabei sein werden zwei der Stars aus Chinas jüngstem Kinohit „Dear You" – Li Sitong und Wu Shaoqing.
Das Mittherbstfest, das am 15. Tag des achten Mondmonats gefeiert wird, bringt seit Jahrhunderten Familien und nahestehende Menschen zusammen. In der chinesischen Kultur gilt der Vollmond als Symbol für Wiedersehen und gemeinsame Sehnsucht – ein Bild, das auch ein universelles Gefühl von Romantik und Verbundenheit vermittelt.
Die CMG Mid-Autumn Festival Gala 2026 wird am 25. September um 20 Uhr Pekinger Zeit weltweit aus Huainan übertragen.

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Die Festnahme des freien Journalisten Michael Bonvalot bei einer Versammlung in Steyr entwickelt sich in Österreich zu einem politischen Streitfall über das Verhältnis von Polizei, Demonstrationsrecht und Pressefreiheit. Bonvalot wollte nach eigenen Angaben am vergangenen Sonntag über einen „Aufmarsch der rechten Verschwörungsszene“ berichten, als er trotz gültigem Presseausweis von Einsatzkräften abgeführt wurde. Inzwischen ist ein Video des Vorfalls online, das die Debatte zusätzlich anheizt.
Steyrs Bürgermeister Markus Vogl (SPÖ) machte den Einsatz beim Sicherheitsgipfel mit der Polizei zum Thema und sprach von einem Vorgang, der „schwer zu verdauen“ sei. Nicht nur die Versammlungsfreiheit sei ein „hohes Gut“, betonte er, sondern ebenso die Pressefreiheit. Journalisten müssten bei solchen Einsätzen genauso geschützt werden wie Demonstrationsteilnehmer. Laut Vogl hatte Bonvalot aus rund 50 Metern Abstand berichten sollen und sich mit einem gültigen Presseausweis ausgewiesen.
Der Bürgermeister knüpfte seine Kritik an eine breitere Auseinandersetzung über die seit Jahren stattfindenden sonntäglichen Aufmärsche in Steyr. Diese sogenannten Spaziergänge, deren jüngste Ausgabe die 300. gewesen sein soll, hätten sich nach seinen Worten „bedauerlicherweise zu einer Anlaufstelle für demokratiefeindliche Gruppen“ entwickelt – mit prominenter Beteiligung von Szenefiguren wie Gottfried Küssel und Ken Jebsen. Während die Polizei bislang keine Gründe für ein Verbot dieser Versammlungen gesehen habe, entstehe nun der Eindruck, dass gegenüber einem Berichterstatter mit „zweierlei Maß“ gemessen werde. Vogl fordert von der Exekutive daher „vertrauensbildende Maßnahmen“; der Eindruck, polizeijuristische Einschätzungen gälten nicht für alle gleich, sei „untragbar“.
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) stellte sich demonstrativ hinter die Einsatzkräfte. Er verteidigte das Vorgehen der Polizei am Donnerstag als „verhältnismäßig und korrekt“ und widersprach damit der Darstellung, es handle sich um einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Arbeit der Medien. Details zu der Einsatzbewertung blieben zunächst knapp, doch die veröffentlichten Videoaufnahmen dürften sowohl von Kritikern als auch von Befürwortern der Polizei genau analysiert werden. Während Vogl betont, er wolle trotz der guten bisherigen Zusammenarbeit mit der Polizei „nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, signalisiert das Innenministerium Rückendeckung für die Einsatzlinie vor Ort – ein Spannungsfeld, das die Diskussion über die Grenzen und den Schutz journalistischer Arbeit bei Demonstrationen weiter befeuern dürfte.