VENEDIG, Italien, 18. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Die Ausstellung Dream Stream im chinesischen Pavillon auf der 61. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia wurde am 8. Mai eröffnet. Gastgeber ist das Ministerium für Kultur und Tourismus der Volksrepublik China, wobei das Kunstmuseum der Chinesischen Kunstakademie (CAA) als kuratorische Einrichtung fungiert. Unter der Leitung von Professor Yu Xuhong, Präsident der CAA und Direktor des CAA-Kunstmuseums, beleuchtet das Kuratorenteam die kulturellen Traditionen des Ostens im digitalen Zeitalter.

Unter dem Titel Dream Stream nimmt der China-Pavillon den Fluss als Leitmetapher und den Traum als Erfahrungshorizont. Im Dialog mit dem introspektiven Ton des übergreifenden Biennale-Themas In Minor Keys entfaltet er eine Poetik der Fluidität, um einen Dialog zwischen östlicher Philosophie und zeitgenössischer Kunst zu artikulieren. Dream Stream hat seinen Namen von den Dream Stream Essays von Shen Kuo, einem Gelehrten der Nördlichen Song-Dynastie. Die Ausstellung vereint Kalligraphie, Video, Installation und modernste Technologien und präsentiert eine immersive Kunstszene, die „Altes und Modernes vereint, China und die Welt verbindet und Kunst und Wissenschaft integriert". Zu den Highlights gehören: Game Sciences Black Myth: Wukong, das auf einer internationalen Kunstplattform sein Debüt als Spielkunstform gibt; die groß angelegte Installation 2027 Shen Kuo, die von dem Mega-Projektteam von MSG geschaffen wurde und sich auf die Form der langen Handrolle in der traditionellen chinesischen Kunst bezieht; Die Rauminstallation Liangzhu Highlight, die von den Künstlern Zheng Jing, Wu Junyong und ihren Teams in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern von Zhejiang Lab erschaffen wurde, projiziert dynamisches Licht von oben auf den Boden. Der Künstler Xu Jiang hat eine Außenskulptur Symbiosis geschaffen, in der ineinander verschlungene Sonnenblumen und Lotusblumen das gegenseitige Lernen der Kulturen symbolisieren; der Kalligraph Wang Dongling hat eine riesige kursive Schrift Free and Easy Wandering entworfen, die von einem Roboter begleitet wird, der die Zeichen „Dream Stream" schreibt; Yang Fudongs neuestes Werk Solitary Hill, Plantain Rain, das den zurückgezogenen Traditionen der Song-Dynastie durch medienübergreifende Techniken Tribut zollt.
Der italienische Vizepremierminister und Minister für Infrastruktur und Verkehr Matteo Salvini, der Präsident der Biennale di Venezia Pietrangelo Buttafuoco und weitere hochrangige Gäste äußerten sich lobend über die Ausstellung. Der Kurator und Präsident der CAA, Yu Xuhong, brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Besucher des China-Pavillons sich von Angesicht zu Angesicht und von Herz zu Herz austauschen, die Poesie und Vitalität der chinesischen Kultur erleben und die Spannung und Wärme der Kunst im Zeitalter der KI schätzen lernen.
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Österreich hat wegen mutmaßlicher Abhör-Spionage drei Mitarbeiter der russischen Botschaft in Wien ausgewiesen und damit seinen Kurs gegenüber ausländischen Geheimdiensten deutlich verschärft. Auslöser sind umfangreiche Antennenanlagen auf den Dächern der russischen Botschaft im dritten Wiener Gemeindebezirk sowie auf einer russischen Diplomatensiedlung in der Donaustadt. Über diese Signalaufklärungsanlagen sollen nach Angaben österreichischer Behörden Daten abgefangen werden, die unter anderem von internationalen Organisationen über Satelliteninternet übermittelt werden.
Der Verfassungsschutz verweist in seinem aktuellen Bericht ausdrücklich auf die Anlage in der Donaustadt und warnt vor einem Reputationsschaden für Österreich durch die von Wien ausgehenden Aktivitäten. Die Direktorin des Staatsschutzes (DSN), Sylvia Mayer, stuft die russischen Signalaufklärungsanlagen aufgrund ihrer Größe und technischen Ausstattung als bedeutenden Risikofaktor ein. Neben Russland nennt der Bericht auch China und den Iran als besonders aktive Akteure, die eine hybride Bedrohungsstrategie mit Cyberangriffen, Spionage und Desinformation verfolgen.
Die Justiz hatte gegen drei technische Mitarbeiter der russischen Botschaft wegen des Verdachts geheimdienstlicher Tätigkeit im Zusammenhang mit den Abhöranlagen ermittelt. Um weitergehende Untersuchungen zu ermöglichen, forderte das Außenministerium die Aufhebung ihrer diplomatischen Immunität und setzte dafür eine Frist von 14 Tagen. Da Moskau dieser Aufforderung nicht nachkam, erklärte Wien die drei Betroffenen zu unerwünschten Personen. Sie mussten Österreich verlassen; ihre Immunität wurde nicht aufgehoben.
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger bezeichnete Spionage als Sicherheitsproblem für Österreich und sprach von einem Kurswechsel der Regierung, die nun konsequenter dagegen vorgehen wolle. Es sei inakzeptabel, diplomatische Privilegien für nachrichtendienstliche Zwecke zu nutzen, habe Wien der russischen Seite unmissverständlich mitgeteilt. Russland kündigte laut der staatlichen Nachrichtenagentur RIA eine harte Reaktion auf die Ausweisungen an. Seit Beginn des Ukraine-Krieges hat Österreich nach Behördenangaben insgesamt 14 Mitarbeiter der russischen Botschaft ausgewiesen, dennoch sind weiterhin rund 220 Personen an russischen Vertretungen im Land akkreditiert.
Parallel zu den diplomatischen Maßnahmen treibt die Bundesregierung eine Reform des Strafrechts voran. Staatssekretär Jörg Leichtfried erklärte, man befinde sich in Schlussverhandlungen über ein neues Spionagegesetz. Der bislang stark eingeschränkte Spionagebegriff solle deutlich erweitert werden, um verdeckte Einflussnahme und technische Aufklärung besser erfassen zu können. Die Ausweisung der drei Techniker wertet die DSN-Führung als Schritt, um die Risiken durch die Antennenanlagen in Wien zu reduzieren, während sich die Beziehungen zwischen Wien und Moskau weiter eintrüben.