Neue interaktive Karte von Costa Rica präsentiert das kulturelle, natürliche und maritime Erbe des Landes

02.10.2026
  • „Discover Costa Rica" ist eine kostenlose Plattform, die von essential COSTA RICA in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Kultus, dem CIMAR-UCR und dem Institut für Geografie der UCR entwickelt wurde.

SAN JOSÉ, Costa Rica, 2. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Costa Rica verfügt nun über eine neue kostenlose digitale Plattform, die es Nutzern ermöglicht, das Land und sein Territorium zu erkunden und mehr darüber zu erfahren. „Discover Costa Rica" ist eine interaktive Karte, die von der Ländermarke essential COSTA RICA in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Kultus, dem Zentrum für Meereswissenschaften und Limnologie (CIMAR-UCR) der Universität von Costa Rica sowie dem Institut für Geografie der UCR entwickelt wurde.

Screenshot of the Discover Costa Rica website (interactive map)

Die Plattform bündelt geografische, ozeanografische, kulturelle, historische und wissenschaftliche Informationen über das Land und macht so Wissen über Costa Rica für Schüler, Lehrer, Forscher, in- und ausländische Touristen, Medien sowie die breite Öffentlichkeit leichter zugänglich. Die Informationen sind sowohl auf Spanisch als auch auf Englisch verfügbar.

Mit der neuen interaktiven Karte können Nutzer berühmte Orte wie Nationalparks, Inseln, Wasserfälle und Vulkane sowie Ökosysteme und Schutzgebiete, kulturell bedeutsame Stätten, Daten zur Artenvielfalt und weitere Merkmale erkunden. Außerdem enthält es Informationen über die maritime Dimension Costa Ricas – die 92 % seines Staatsgebiets ausmacht – sowie über historische Meilensteine, wie beispielsweise die Tatsache, dass San José als dritte Stadt weltweit und als erste in Lateinamerika über eine elektrische Straßenbeleuchtung verfügte, oder dass Costa Rica zu den ersten Ländern der Welt gehörte, die die Sportjagd verboten haben.

„‚Discover Costa Rica' ist Teil der Bemühungen von essential COSTA RICA, den Menschen näherzubringen, was unser Land so einzigartig macht. Diese Plattform bietet eine interaktive Möglichkeit, mehr über unsere Vielfalt, unsere Kultur und historische Fakten zu erfahren, die wir als Costa-Ricaner kennen sollten und die unsere kollektive Identität prägen, insbesondere die der jüngeren Generationen", erklärte Adriana Acosta, Direktorin von „Country Brand essential COSTA RICA".

Alle auf der Plattform verfügbaren Informationen und Inhalte basieren auf akademischer und wissenschaftlicher Forschung, was der Zusammenarbeit zwischen CIMAR-UCR und dem Institut für Geographie der UCR zu verdanken ist. Dadurch ist es auch ein wertvolles Forschungs- und Nachschlagewerk für Bildungs-, Tourismus- und Forschungszwecke. Das Design ermöglicht es den Nutzern, dynamisch und intuitiv durch verschiedene Informationsebenen zu navigieren, und bietet so eine neue Möglichkeit, Costa Rica von überall auf der Welt aus zu entdecken.

„Diese Plattform bietet Informationen zur marinen Artenvielfalt, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Die Bilder wecken die Neugier der Besucher der Website und laden sie dazu ein, mehr über die Meeresumwelt und die dort lebenden Organismen zu erfahren – eine ganze Welt, die es zu entdecken und zu schützen gilt", erklärte Dr. Eddy Gómez Ramírez, Direktor des CIMAR-UCR.

„Discover Costa Rica" ist auf der Website „essential COSTA RICA" unter verfügbar und ist Teil der Bemühungen der Landesmarke, den Nationalstolz zu fördern, aufzuklären und das Bewusstsein für das natürliche, kulturelle und territoriale Erbe Costa Ricas zu stärken. Ergänzt wird die Plattform zudem durch „Costa Rica Blue", – eine weitere digitale Initiative der Country Brand – sowie essential COSTA RICA, die darauf abzielt, die Costa-Ricaner näher an das Meer heranzuführen und das Bewusstsein für dessen Bedeutung zu schärfen.

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Jugendkriminalität und Sozialstaat im Fokus: Wallner skizziert Kurs für Herbstverhandlungen

08.10.2026

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat die innenpolitische Debatte über den Umgang mit Jugendkriminalität und die Ausgestaltung des Sozialsystems neu angeheizt. In der ORF-„Pressestunde“ brachte der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz die seit Jahren umstrittene Forderung seiner Partei erneut auf den Tisch, die Strafmündigkeit in Österreich von derzeit 14 auf zwölf Jahre zu senken. „Wer früh Grenzen übertritt, der muss auch damit rechnen, dass früh Grenzen aufgezeigt werden“, sagte Wallner. Allein mit Strafrecht sei es aus seiner Sicht jedoch nicht getan; parallel brauche es ein „Netz an verpflichtenden Unterstützungen“ für betroffene Kinder und Familien.

Zur Begründung verwies Wallner auf Entwicklungen in Schweden. Dort werde über Gefängnisstrafen für 13-Jährige diskutiert, nachdem Berichte über Jugendliche kursierten, die von erwachsenen Tätern für Straftaten instrumentalisiert werden sollen. Eine „Situation wie in den Vororten Stockholms“ wolle er in Österreich verhindern, so der Landeshauptmann, der betonte, er wolle „nicht den Teufel an die Wand malen“, aber vor Fehlentwicklungen warnen. Die ÖVP hatte bereits 2024, unter anderem nach Fällen von Jugendkriminalität, eine Absenkung der Strafmündigkeit gefordert; damals war Innenminister Gerhard Karner treibende Kraft der Debatte.

In der früheren schwarz-grünen Koalition konnte sich die Volkspartei mit dieser Linie nicht durchsetzen. „Mit den Grünen war das aber praktisch unmöglich“, sagte Wallner rückblickend. Aus den Reihen der Grünen kam auch diesmal umgehend Widerspruch. Die grüne Sicherheitssprecherin Agnes Sirkka Prammer bezeichnete es als „Scheinlösung“, Zwölfjährigen mit dem Strafrecht zu begegnen, und plädierte für einen Schwerpunkt auf Prävention: Kinder- und Jugendhilfe, Familienarbeit, Schulsozialarbeit und psychologische Unterstützung müssten ausgebaut werden. Die Länder seien gefordert, dafür ausreichend Ressourcen bereitzustellen.

Parallel zu der Sicherheitsdebatte positionierte sich Wallner bei der anstehenden Neuordnung der Sozialhilfe, einem der zentralen Themen, über die sich die Bundesregierung im Herbst verständigen will. Die Verhandlungen laufen bereits, in der kommenden Woche sollen sie fortgesetzt werden. Wallner betonte, es brauche „eine Sozialhilfe, die Armut verhindert“, warnte aber zugleich vor einer möglichen „Zuwanderung ins System“ und forderte klare Wartefristen für Asylberechtigte. Die Reform müsse auf eine möglichst kurze Bezugsdauer abzielen; Vorarlberg sei hier, was die Dauer des Sozialhilfebezugs betreffe, Vorreiter.

Bei den Leistungen spricht sich Wallner für eine Obergrenze aus. „Ohne Obergrenze wird es nicht gehen“, sagte er mit Blick auf die Gesamtsumme, die ein Haushalt aus der Sozialhilfe beziehen kann. Auch gestaffelte Kinderregelsätze seien aus seiner Sicht notwendig. Jedes Kind sei „gleich viel wert“, aber die Kosten verdreifachten sich nicht automatisch bei drei Kindern, argumentierte der Landeshauptmann. Die neue Sozialhilfe soll nach aktueller Planung mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten. Ob der enge Zeitplan hält, ließ Wallner offen, fügte aber hinzu: „Wenn man will, schon“ – und appellierte daran, die Bundesländer „möglichst schnell an den Tisch zu holen“.