Nuix von Chartis Research als „RiskTech100® 2027 Disruptor" ausgezeichnet

25.09.2026

SYDNEY, 25. September 2026 /PRNewswire/ -- Nuix (ASX:NXL), ein weltweit führender Anbieter von Software für investigative Analytik und Informationsgewinnung, gab bekannt, dass das Unternehmen im Chartis RiskTech100® 2027 in der Kategorie Risikoinfrastruktur als Disruptor ausgezeichnet wurde.

Der RiskTech100 2027 ist eine führende Branchenbewertung, die Technologieunternehmen im Risikomanagement in verschiedenen Kategorien beurteilt und dabei ihre Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und ihren Einfluss auf die Gesamtlandschaft des Risikomanagements bewertet. Insbesondere die Kategorie Disruptor hebt Organisationen hervor, die Grenzen verschieben und in ihren jeweiligen Fachgebieten transformative Ansätze einführen. Die Analysten von Chartis haben mehr als 900 Unternehmen analysiert und Gespräche mit über 200 in die engere Auswahl genommenen Anbietern geführt. Nur 17 Unternehmen wurden dabei als Disruptors ausgezeichnet.

John Ruthven, Chief Executive Officer von Nuix, äußerte sich zu dieser Auszeichnung wie folgt: „Wir gelten als Disruptor, weil wir intelligente Lösungen für die Analyse unstrukturierter Daten in das Risiko- und Compliance-Management bringen. Die Risikoinfrastruktur basierte bislang traditionell auf strukturierten Daten, doch die Informationen, die heute das Risiko bestimmen – E-Mails, Dokumente, Chat- und Sprachnachrichten – können herkömmliche Plattformen nicht auswerten. Seit 25 Jahren bringt Nuix Intelligenz in großem Maßstab in unstrukturierte Daten. Nuix Neo überträgt diese Intelligenz auf die Ebene der Risikoinfrastruktur und bietet Aufsichtsbehörden, Regierungsstellen und Unternehmen damit eine Grundlage, auf die sie sich verlassen können." 

Die Auszeichnung als Disruptor im Bereich Risikoinfrastruktur durch Chartis spiegelt die Marktbedeutung von Nuix Neo wider, einer integrierten, KI-gestützten Plattform für die Auswertung unstrukturierter Daten, die eine groß angelegte, patentierte Datenverarbeitungs-Engine mit Automatisierung und Orchestrierung in einer einzigen, regulierten Pipeline vereint. Dank der integrierten Graph-Intelligence von Linkurious kann Nuix Neo nicht nur Entitäten identifizieren, sondern auch die Verbindungen zwischen ihnen visualisieren. Wir stellen die Informationen bereit, die modernen Ermittlungen, der Einhaltung von Vorschriften und der Betrugsaufdeckung zugrunde liegen, damit Aufsichtsbehörden, Regierungsstellen, Unternehmen und Dienstleistungsfirmen aus riesigen Mengen strukturierter und unstrukturierter Daten auf fundierte und nachvollziehbare Weise Erkenntnisse gewinnen können.

Die Risikoinfrastruktur ist die Ebene, die den Entscheidungen zu Risiken und Compliance zugrunde liegt – die Datengrundlage, die darüber entscheidet, ob Analysen und KI vertrauenswürdig sind. Risikosignale sind in der Regel über verschiedene Systeme verstreut, und ein Großteil der relevanten Informationen liegt in unstrukturierter Form vor – E-Mails, Dokumente, Chat-Nachrichten und Sprachaufzeichnungen –, die herkömmliche Risikoplattformen nicht auswerten können.

Die Rangliste sowie die Kategoriesieger des RiskTech100® 2027 wurden am 24. September auf der RiskLive North America in New York bekannt gegeben – zeitgleich mit der virtuellen Konferenz RiskTech100® 2027 und der Veröffentlichung des vollständigen Berichts RiskTech100® 2027. Lesen Sie den vollständigen Bericht: https://www.chartis-research.com/market-analysis/7947547/risktech100r-2027-ranking-and-award-winners oder besuchen Sie: https://www.chartis-research.com/.

Informationen zu Nuix

Nuix ist ein führender Anbieter von Software für investigative Analysen und Informationsgewinnung, die es Kunden ermöglicht, durch die Aufdeckung der Wahrheit in der digitalen Welt einen positiven Beitrag zu leisten. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, große Mengen strukturierter und unstrukturierter Daten zu erfassen, zu verarbeiten und zu analysieren, sodass diese in großem Umfang und mit hoher Geschwindigkeit sowie mit forensischer Genauigkeit durchsuchbar und verwertbar werden. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.nuix.com

 

 

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Jugendkriminalität und Sozialstaat im Fokus: Wallner skizziert Kurs für Herbstverhandlungen

08.10.2026

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat die innenpolitische Debatte über den Umgang mit Jugendkriminalität und die Ausgestaltung des Sozialsystems neu angeheizt. In der ORF-„Pressestunde“ brachte der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz die seit Jahren umstrittene Forderung seiner Partei erneut auf den Tisch, die Strafmündigkeit in Österreich von derzeit 14 auf zwölf Jahre zu senken. „Wer früh Grenzen übertritt, der muss auch damit rechnen, dass früh Grenzen aufgezeigt werden“, sagte Wallner. Allein mit Strafrecht sei es aus seiner Sicht jedoch nicht getan; parallel brauche es ein „Netz an verpflichtenden Unterstützungen“ für betroffene Kinder und Familien.

Zur Begründung verwies Wallner auf Entwicklungen in Schweden. Dort werde über Gefängnisstrafen für 13-Jährige diskutiert, nachdem Berichte über Jugendliche kursierten, die von erwachsenen Tätern für Straftaten instrumentalisiert werden sollen. Eine „Situation wie in den Vororten Stockholms“ wolle er in Österreich verhindern, so der Landeshauptmann, der betonte, er wolle „nicht den Teufel an die Wand malen“, aber vor Fehlentwicklungen warnen. Die ÖVP hatte bereits 2024, unter anderem nach Fällen von Jugendkriminalität, eine Absenkung der Strafmündigkeit gefordert; damals war Innenminister Gerhard Karner treibende Kraft der Debatte.

In der früheren schwarz-grünen Koalition konnte sich die Volkspartei mit dieser Linie nicht durchsetzen. „Mit den Grünen war das aber praktisch unmöglich“, sagte Wallner rückblickend. Aus den Reihen der Grünen kam auch diesmal umgehend Widerspruch. Die grüne Sicherheitssprecherin Agnes Sirkka Prammer bezeichnete es als „Scheinlösung“, Zwölfjährigen mit dem Strafrecht zu begegnen, und plädierte für einen Schwerpunkt auf Prävention: Kinder- und Jugendhilfe, Familienarbeit, Schulsozialarbeit und psychologische Unterstützung müssten ausgebaut werden. Die Länder seien gefordert, dafür ausreichend Ressourcen bereitzustellen.

Parallel zu der Sicherheitsdebatte positionierte sich Wallner bei der anstehenden Neuordnung der Sozialhilfe, einem der zentralen Themen, über die sich die Bundesregierung im Herbst verständigen will. Die Verhandlungen laufen bereits, in der kommenden Woche sollen sie fortgesetzt werden. Wallner betonte, es brauche „eine Sozialhilfe, die Armut verhindert“, warnte aber zugleich vor einer möglichen „Zuwanderung ins System“ und forderte klare Wartefristen für Asylberechtigte. Die Reform müsse auf eine möglichst kurze Bezugsdauer abzielen; Vorarlberg sei hier, was die Dauer des Sozialhilfebezugs betreffe, Vorreiter.

Bei den Leistungen spricht sich Wallner für eine Obergrenze aus. „Ohne Obergrenze wird es nicht gehen“, sagte er mit Blick auf die Gesamtsumme, die ein Haushalt aus der Sozialhilfe beziehen kann. Auch gestaffelte Kinderregelsätze seien aus seiner Sicht notwendig. Jedes Kind sei „gleich viel wert“, aber die Kosten verdreifachten sich nicht automatisch bei drei Kindern, argumentierte der Landeshauptmann. Die neue Sozialhilfe soll nach aktueller Planung mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten. Ob der enge Zeitplan hält, ließ Wallner offen, fügte aber hinzu: „Wenn man will, schon“ – und appellierte daran, die Bundesländer „möglichst schnell an den Tisch zu holen“.