Picarro erzielt Spitzenleistung im DVGW-Forschungsprojekt FaMeGQ zur fahrzeuggestützten Methandetektion

06.10.2026

Picarro war das einzige System, das im Praxistest alle 10 Methanereignisse detektierte. Die Ergebnisse bestätigen die Leistungsfähigkeit der AMLD-Technologie und der etablierten Überprüfungsmethodik.

SANTA CLARA, Kalifornien, 6. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Picarro, Inc., ein weltweit führender Anbieter von Network-Intelligence-Lösungen und Technologien zur Reduzierung von Methanemissionen, gab heute bekannt, dass seine Advanced Mobile Leak Detection (AMLD)-Lösung im vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) geförderten Forschungsprojekt„Fahrzeuggestützte Methanmessung und Quantifizierung" (FaMeGQ) die höchste Gesamtleistung erzielt hat. Im Rahmen des Projekts wurden fahrzeuggestützte Messtechnologien zur oberirdischen Überprüfung erdverlegter Gasleitungen unter kontrollierten Bedingungen sowie im realen Gasverteilnetz untersucht.

Bestes System im DVGW-Test. Picarro zeigte im Forschungsprojekt FaMeGQ die beste Leistung und fand als einziges von sechs fahrzeuggestützten Systemen alle Gasleckagen.

Sechs fahrzeuggestützte Systeme wurden im Rahmen des Allgemeinen Eignungstests nach DVGW-Merkblatt G 465-4-4 geprüft. Dieser umfasste einen Testfeldversuch in Düsseldorf sowie einen Praxistest in einem realen Gasverteilnetz in Regensburg. Picarro, im DVGW-Abschlussbericht als Fahrzeug Fz-1 bezeichnet, erfüllte die Anforderungen beider Teile des Allgemeinen Eignungstests und erhielt den Eignungsnachweis.

Besonders hervorzuheben ist das Ergebnis des Praxistests: Picarro war das einzige System, das alle zehn für die Bewertung zur Verfügung stehenden Gasaustritte indizierte. Dazu gehörten acht simulierte Gasaustritte sowie zwei zusätzliche, bis dahin unbekannte Gasaustritte im Netzgebiet, die anschließend von einem Gasspürer bestätigt wurden. Damit erreichte Fz-1 im Praxistest eine Wiederfindungsrate von 100 Prozent.

„FaMeGQ liefert wichtige unabhängige Erkenntnisse darüber, dass moderne fahrzeuggestützte Methandetektion die Leistungsfähigkeit bieten kann, die Netzbetreiber benötigen, um die Sicherheit ihrer Netze zu gewährleisten und gleichzeitig den steigenden regulatorischen Anforderungen an Methanemissionen gerecht zu werden", sagte François-Xavier Rongère, Vice President Natural Gas bei Picarro. „Dass wir im Praxistest sämtliche Gasaustritte detektiert haben, darunter zwei Gasaustritte, die nicht Bestandteil des eigentlichen Versuchs waren, bestätigt die Leistungsfähigkeit sowohl unserer Technologie als auch unserer über viele Jahre und zahlreiche internationale Einsätze hinweg entwickelten Überprüfungsmethodik."

Spitzenleistung auf dem Testfeld und im realen Gasverteilnetz

In der kontrollierten Testfeldprüfung in Düsseldorf wurden unterschiedliche Szenarien mit simulierten Gasaustritten untersucht. Die Volumenströme lagen zwischen 5 und 15 l/h, die Gasaustritte befanden sich in unterschiedlichen Entfernungen zur Fahrstrecke und wurden unter verschiedenen Wind- und Umgebungsbedingungen untersucht. Für das Bestehen von Teil 1 des Allgemeinen Eignungstests war eine Wiederfindungsrate von mindestens 90 Prozent erforderlich. Picarro erreichte mit Fz-1 eine Wiederfindungsrate von 96 Prozent und erfüllte damit die Anforderungen des Testfeldversuchs.

Anschließend erfolgte der Praxistest in Regensburg in zwei Netzgebieten mit insgesamt rund 50 km Versorgungsleitungen und Netzanschlussleitungen. Dort wurden acht simulierte Gasaustritte eingerichtet. Picarro indizierte alle acht und erfasste darüber hinaus zwei zusätzliche Gasaustritte, die anschließend durch einen Gasspürer bestätigt wurden. Insgesamt wurden damit 10 von 10 Gasaustritten erkannt. Kein anderes System im Projekt erreichte dieses Ergebnis.

Bestätigung der Picarro-Überprüfungsmethodik

Über die reine Detektionsleistung hinaus bestätigen die Ergebnisse von FaMeGQ wesentliche Elemente der von Picarro etablierten Überprüfungsmethodik.

Über die Detektionsleistung hinaus bestätigen die Ergebnisse von FaMeGQ wesentliche Elemente der etablierten AMLD-Methodik von Picarro. Die Auswertung des DVGW kommt zu dem Schluss, dass wiederholte Gebietsbefahrungen, belastbare Qualitätssicherungsverfahren und optimierte Einsatzbedingungen entscheidend für eine zuverlässige Detektion sind. Darüber hinaus wurden Vorteile von Nachtfahrten sowie einer bodennahen Absaugung über mehrere Ansaugstutzen festgestellt.

Diese Erkenntnisse stimmen unmittelbar mit dem Einsatzmodell von Picarro überein. Dieses kombiniert wiederholte, überwiegend nachts durchgeführte Gebietsbefahrungen mit vier an der Fahrzeugfront angebrachten Ansaugstutzen, hochpräzisen Methan- und Ethanmessungen, Windcharakterisierung und atmosphärischer Analytik. Picarro automatisiert zudem die Datenvalidierung und Qualitätssicherung, indem der Zustand des Systems sowie Wind- und Positionsdaten kontinuierlich überwacht und Messwerte, die außerhalb der zulässigen Betriebsbedingungen erfasst wurden, von der Auswertung ausgeschlossen werden.

Unterstützung von Netzsicherheit und Anforderungen der EU-Methanemissions-Verordnung

Das FaMeGQ-Projekt findet vor dem Hintergrund der europäischen Methanverordnung (EU-Verordnung 2024/1787) statt, mit der die Anforderungen an die Leckdetektion und Reparatur (LDAR) steigen. FaMeGQ wurde konzipiert, um zu untersuchen, ob fahrzeuggestützte Methanmesstechnologien Leckagen zuverlässig detektieren können und dabei gleichzeitig das im DVGW-Regelwerk etablierte hohe Sicherheitsniveau gewährleisten.

Die Ergebnisse zeigen, wie fortschrittliche mobile Messtechnik Netzbetreiber dabei unterstützen kann, die Überprüfung ihrer Netze effizient auszuweiten und gleichzeitig übergeordnete Ziele des Methanemissionsmanagements zu unterstützen. Dieselben Messdaten, die für die Leckdetektion verwendet werden, können auch zur Quantifizierung von Emissionen, zur Methanemissionsberichterstattung, zur risikobasierten Priorisierung von Leckagen, zum Integritätsmanagement der Netze sowie zur Investitionsplanung genutzt werden.

„Netzbetreiber müssen Netzsicherheit, Methanemissionen und regulatorische Konformität zunehmend gemeinsam adressieren", ergänzte Rongère. „Picarro stellt Betreibern die verlässlichen Messdaten und unmittelbar nutzbaren Erkenntnisse zur Verfügung, die sie benötigen, um alle drei Bereiche in einem einheitlichen Ansatz zu steuern."

Über das Forschungsprojekt FaMeGQ

Das vom DVGW geförderte Forschungsprojekt FaMeGQ untersuchte fahrzeuggestützte Messtechnologien zur oberirdischen Überprüfung erdverlegter Gasleitungen. Im Mittelpunkt standen die Detektion von Gasaustritten sowie die Evaluierung der Eignungstests gemäß den DVGW-Merkblättern G 465-4-3 und G 465-4-4. Darüber hinaus wurden die Anforderungen der EU-Methanemissions-Verordnung sowie Möglichkeiten zur Quantifizierung von Methanemissionen betrachtet.

Über den DVGW

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) ist der technisch-wissenschaftliche Verein der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft. Das DVGW-Regelwerk bildet einen wesentlichen technischen Rahmen für die Sicherheit und Integrität von Gasnetzen in Deutschland. Im Forschungsprojekt FaMeGQ wurden insbesondere die Anforderungen für fahrzeuggestützte Systeme gemäß den DVGW-Merkblättern G 465-4-3 und G 465-4-4 untersucht.

Über Picarro

Picarro ist ein weltweit führender Anbieter von Network-Intelligence-Lösungen und Technologien zur Reduzierung von Methanemissionen. Die Plattform unterstützt Gasnetzbetreiber dabei, Sicherheit, Emissionsmanagement, Asset Management und betriebliche Entscheidungen auf Basis hochpräziser Messdaten und Analysen miteinander zu verbinden.

Medienkontakte:

Martin Endras 

Sales Director

Picarro, Inc. 

mendras@picarro.com

Mona Alkindi  

Director, Sales Operations & Communications  

Picarro, Inc.   

malkindi@picarro.com 

Picarro, Inc., a leading provider of solutions to measure greenhouse gases, concentrations, traces gases and stable isotopes across many scientific applications, along with the energy and utilities markets.

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ÖBB-Deal in Wien-Mitte: Bahnanlagen und Immobilie wieder in einer Hand

08.10.2026

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) holen den Bahnhofskomplex Wien-Mitte nach rund zwei Jahrzehnten wieder vollständig in den eigenen Konzern zurück. Der Aufsichtsrat der ÖBB-Infrastruktur AG hat dem Rückkauf des Areals, das 2005 an die damalige BA/CA-Gruppe verkauft worden war, zugestimmt. Verkäufer ist nun eine Investorengruppe unter Führung von Morgan Stanley Real Estate Investing. Neben den Bahnanlagen umfasst die Transaktion auch das Einkaufszentrum "The Mall" sowie umfangreiche Büroflächen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart; der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung und ist für Ende Dezember geplant.

Mit der Übernahme würden Immobilie und Bahninfrastruktur erstmals seit mehr als zwanzig Jahren wieder in einer Hand zusammengeführt. Wien-Mitte ist gemessen an den Fahrgastzahlen der viertgrößte Bahnhof Österreichs und ein zentraler Verkehrsknoten, an dem sich S-Bahn, mehrere U-Bahn-Linien sowie der Flughafenzug CAT treffen. Täglich halten nach Angaben der ÖBB fast 600 Züge an dem Standort. Bahnanlagen und Gebäude seien baulich und technisch eng miteinander verbunden, heißt es. Künftige Änderungen an Zugängen, Stiegen, Belüftung oder Leitungen müssen damit nicht mehr mit einem externen Immobilieneigentümer abgestimmt werden.

Die ÖBB sehen in dem Rückkauf einen strategischen Schritt, um die Entwicklung des Standorts aus einer Hand zu steuern. Das soll zusätzlichen Handlungsspielraum für die kommenden Jahrzehnte schaffen, in denen die derzeit modernisierte S-Bahn-Stammstrecke mehr Züge aufnehmen soll. Die Funktion des Standorts als Bahnhof soll nach Angaben des Unternehmens wieder stärker im Namen, an den Zugängen und in der architektonischen Gestaltung zum Ausdruck kommen. Für die bestehenden Mietverhältnisse im Einkaufszentrum und in den Büros kündigte die ÖBB an, dass diese unverändert weitergelten.

Wien-Mitte blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Der Standort wurde 1848 als Bahnhof Hauptzollamt eröffnet und ging 1934 in das Eigentum der Bahn über. Ab den späten 1950er-Jahren entstanden über den Gleisen unter anderem ein Bürotrakt und eine Markthalle, bevor die Liegenschaft 2005 veräußert wurde. Die spätere Entwicklung des Areals war von intensiven öffentlichen Debatten begleitet, unter anderem wegen geplanter Hochhäuser mit bis zu 97 Metern Höhe und der Diskussion um mögliche Auswirkungen auf den UNESCO-Welterbestatus. Mit der nun geplanten Re-Integration in den ÖBB-Konzern verknüpft das Unternehmen die Aussicht, die verkehrliche Rolle des Standorts und die bauliche Entwicklung langfristig aufeinander abzustimmen.