Die HoSt Group ersetzt in Deutschland eine Braunkohlestaub- und Gasfeuerung eines Industrieunternehmens durch ein 25-MW-Biomassekraftwerk, das mit Industrieresthölzern befeuert wird

11.05.2026

OSNABRÜCK, Duitsland, May 11, 2026 /PRNewswire/ -- Die HoSt Group hat mit dem Bau eines 25-MW-Heizkraftwerks auf Basis von Industrieresthölzern in der Region Osnabrück begonnen. Das Projekt trägt unmittelbar zur industrielle Energiewende bei, da es eine bisher vom Industriekunden genutzte Braunkohlestaubfeuerung sowie zwei Gaskessel vollständig ersetzt. Die Anlage, die voraussichtlich Mitte 2027 voll betriebsbereit sein wird, dient als strategisches Vorbild für industrielle Wärme- und Stromverbraucher, die durch zuverlässige und kosteneffiziente erneuerbare Energie in Form eines Contractingmodells aus fossilen Brennstoffen aussteigen wollen.

Im Rahmen eines Contracting-Modells stellt die HoSt Group die schlüsselfertige Technologie bereit und bleibt zugleich Eigentümerin und Betreiberin der Anlage. Dieses Konzept bietet dem Energieabnehmer ein umfassendes Rundum‑Sorglos‑Paket: HoSt übernimmt Investition, Einholung von Genehmigungen sowie den täglichen Betrieb für mindestens zwölf Jahre. Der industrielle Nutzer zahlt ausschließlich in die abgenommene nachhaltige Energie – ohne eigene CAPEX und mit voller Konzentration auf sein Kerngeschäft. Das Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von rund 35 Millionen Euro seitens der HoSt Group.

Wirtschaftliche und ökologische Tragfähigkeit

Das von der Rabobank finanzierte Projekt zeigt, dass der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ein wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell sein kann – vorausgesetzt, Technologie und Partner passen zusammen. Angesichts steigender CO₂‑Preise im Europäischen Emissionshandelssystem und weiterhin volatiler fossiler Energiekosten ermöglicht dieses Technologie‑ und Dienstleistungsmodell langfristig stabile Energiepreise. Damit bietet es industriellen Wärme- und Stromverbrauchern nicht nur finanzielle Vorteile und Planbarkeit, sondern auch klare ökologische Mehrwerte.

Prozessdampf für die Industrie

Die Anlage liefert kontinuierlich bis zu 30 t/h Hochtemperatur‑Prozessdampf sowie 2 MW elektrische Leistung. Als Brennstoff dient lokal verfügbares Industrierestholz – eine echte Kreislauflösung, die sowohl die strengen EU‑Emissionsvorgaben erfüllt als auch die Anforderungen der Erneuerbare‑Energien‑Richtlinie erfüllt. Die Anlage markiert den Übergang von fossilen Brennstoffen wie Kohle und Erdgas hin zu wettbewerbsfähigen, CO₂‑neutralen Reststoffströmen. Jährlich werden dadurch rund 65.000t CO₂ eingespart.

Dekarbonisierung der Industrie

Der Weg zur CO₂‑Neutralität bietet Industriebetrieben die Chance, ihre Energieversorgung langfristig abzusichern. „Die Industrie benötigt eine verlässliche Energieinfrastruktur, die einen reibungslosen und schnellen Übergang ermöglicht. Durch die Nutzung nachhaltiger Restströme für Hochdruckdampf und Strom decken wir genau den spezifischen Energiebedarf, den industrielle Prozesse erfordern", erklärt Tjeerd Smit, Geschäftsführer der HoSt Group. „Dieses Projekt zeigt, wie industrielle Anwender ihren wesentlichen Energiebedarf dekarbonisieren können – ohne negative Auswirkungen auf ihre Kernprozesse."

Marc Schmitz, Leiter Projektfinanzierung Europa bei der Rabobank, erklärt: „Die Energiewende hängt von einer verlässlichen Energieinfrastruktur ab, die die Dekarbonisierung unterstützt und gleichzeitig einen stabilen Betrieb gewährleistet. Als genossenschaftlich organisierte Bank bekennen wir uns klar zur Finanzierung der Energiewende und zur Ermöglichung nachhaltiger Lösungen. Wir sind stolz darauf, HoSt zu unterstützen und darauf, wie dieses Projekt beispielhaft zeigt, wie wettbewerbsfähige, CO₂-arme Energie in dieser entscheidenden Säule der Wärmewende gesichert werden kann."

Das Projekt ist ein weiterer Baustein der Vision der Group, die Industrie durch hochentwickelte grüne Energiesysteme zu dekarbonisieren. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, bis 2032 insgesamt 25 Millionen Tonnen CO₂ einzusparen.

Cision View original content:https://www.prnewswire.com/de/pressemitteilungen/die-host-group-ersetzt-in-deutschland-eine-braunkohlestaub--und-gasfeuerung-eines-industrieunternehmens-durch-ein-25-mw-biomassekraftwerk-das-mit-industrierestholzern-befeuert-wird-302767288.html

Babler nutzt Maiaufmarsch für Abrechnung mit „Österreich-Trump“

04.05.2026

Beim traditionellen Maiaufmarsch der SPÖ in Wien hat Bundesparteivorsitzender und Vizekanzler Andreas Babler die Bühne für eine klare Profilierung seiner Partei genutzt. Vor Tausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf dem Rathausplatz lobte er die Rolle der Sozialdemokratie in der Bundesregierung und versprach, weiter konsequent für sozialdemokratische Prinzipien einzutreten. Der 1. Mai sei „Kampftag für die Rechte, die euch zustehen“, sagte Babler und verwies auf Errungenschaften wie den Acht-Stunden-Tag und den freien Bildungszugang, die aus seiner Sicht hart erkämpft worden seien.

Babler stellte die aktuelle Regierungsarbeit in den Kontext einer schwierigen Ausgangslage. Die SPÖ habe Österreich mit einem „Rekordbudgetdesaster“, schwacher Wirtschaft und steigender Arbeitslosigkeit übernommen, betonte er. Verantwortung zu übernehmen sei „DNA“ der Sozialdemokratie, die Republik sei bereits zweimal von der SPÖ mitaufgebaut worden. Im Budgetbereich verwies Babler auf Maßnahmen, mit denen jene stärker herangezogen würden, „die sich immer gedrückt haben“ und in der Krise Rekordgewinne erzielt hätten. Als Beispiele nannte er eine Bankenabgabe und die Erhöhung der Konzerngewinnsteuer, die nach seinen Angaben erstmals seit 30 Jahren durchgesetzt worden sei.

Gleichzeitig hob Babler sozialpolitische Schritte für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hervor. Als Erfolge der Regierungsbeteiligung führte er etwa die Schwerarbeitsregelung für Pflegekräfte und eine Hitzeschutzverordnung für Arbeiten im Freien an. Bei der Bekämpfung der Teuerung sieht der SPÖ-Chef Fortschritte, wenngleich er einräumte, dass Kompromisse nötig seien. Nichts werde „vom Himmel fallen“, man müsse sich durchkämpfen, so Babler, der die SPÖ als Kraft positionierte, die leistbares Leben, starke Arbeitnehmerrechte und ein besseres Österreich für kommende Generationen durchsetzen wolle.

Deutlich wurde Babler bei der Abgrenzung von der FPÖ und ihrem Bundesparteiobmann Herbert Kickl. Er verortete Kickl „auf der Seite der Autokraten“ und warnte vor einer „Achse des Chaos“, in die er internationale Autokraten und deren heimische Unterstützer einreihte. Kickl und dessen Umfeld seien die „größten Zujubler“ des früheren US-Präsidenten Donald Trump, sagte Babler und formulierte: „Wir brauchen keinen Trump auf österreichisch, das ist unsere Message.“ Die Sozialdemokratie habe ihr Versprechen gehalten, Österreich einen rechtsextremen Bundeskanzler zu ersparen, und verstehe sich als Schutzschild der Demokratie. Vor dem Hintergrund internationaler Konflikte betonte Babler zudem, es gebe „nichts Wichtigeres, als dass die Waffen schweigen und Solidarität einzieht“.